Zu wenig Spendengeld für 5 Autoimmunadsorptionen

03.06.2025
Stefan Beck Kitzingen, Germany
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Es gibt Neuigkeiten von Thomas. Nach den ersten 4 Blut-Vorwäschen im Dialyse-Zentrum Bayreuth stellte ich, Stefan Beck, Thomas am 10. Mai ein paar Fragen.

Thomas, Du hast inzwischen 4 Blut-Vorwäschen im Dialyse-Zentrum in Bayreuth hinter Dir. Wie geht es Dir gerade?

Thomas: Als erstes danke ich von Herzen Allen sehr, die mitgeholfen und mich nicht alleine gelassen haben. Herzlichen Dank für Eure Empathie und Menschlichkeit!

Ich sage das inzwischen sehr bewusst: Ich wünsche Euch, dass ihr Euer Leben als das versteht und lebt, was es tatsächlich auch ist. Euer ganz eigenes größtes Wunder auf Erden!

Zunächst war es ein Auf und Ab. Dann aber fing mein Körper an zu reagieren: Die Schmerzen sind komplett okay! So konnte ich das sehr potente Schmerzmittel Tilidin von 600 mg Tagesdosis binnen weniger Wochen auf 50 mg reduzieren. Kurzatmigkeit und Luftnot sind weit, weit besser. Ich kann längere Strecken laufen ohne stehen bleiben zu müssen oder zu humpeln.

Der Kopfdruck ist besser, einhergehende Konzentrations- und Wortfindungs-Störungen ebenso. Die Blutgefäßproblematik besteht weiterhin, was zur Minderdurchblutung der Extremitäten und Organe führt.

Letzteres ist klar: Denn die Autoantikörper, die meinen Körper massiv attackieren, konnten durch die HELP- Apheresen nicht entfernt werden, da ich mir die so dringend notwendigen Autoimmunadsorptionen nicht leisten konnte. Dies wird zu einem Rückfall führen.

Was heißt das für Dich?

Thomas: Die Erkrankung wird wieder stärker und Tempo aufnehmen. Gerade zählt das Hier und Jetzt. Ich genieße jeden einzelnen Augenblick ohne Schmerzen und bin dankbar dafür. Ich kannte das Gefühl jetzt 2,5 Jahre nicht mehr. Wie lange oder wie kurz es auch immer anhalten mag, es ist kostbar für mich, diese Zeit gerade erleben zu dürfen.

Die Blutgefäße, die angegriffen werden, führen letzten Endes zur Amputation - so kam es nach der ersten Impfung zu einem Arterienverschluss im linken Bein, der sofort operiert werden musste. Die ersten Anzeichen absterbenden Gewebes waren schon sichtbar. Daneben können die angegriffenen Blutgefäße zu Organschäden, Herztod oder Schlaganfall führen.

Du sagst: Du musst jetzt eine Pause bei der Behandlung einlegen, weil das Geld für 5-8 Autoimmunadsorptionen (Haupt-Blutwäschen) nicht vorhanden ist. Laut Deinem Arzt wäre es aber wichtig, alle Hauptwäschen kurz hintereinander auszuführen! Wie geht es weiter?

Thomas: "Solche Filter haben wir noch nie gesehen. Alles voll mit Schadstoffen und Gerinseln. Herr Weigand, Sie leben lebensgefährlich!" Das war das Zitat einer Mitarbeiterin vom Dialysezentrum Bayreuth.

Der Chefarzt und Leiter des Dialysezentrums war verärgert und enttäuscht, dass wir die Therapie nicht durchziehen konnten, da mein Körper sehr gut auf die HELP- Apheresen reagiert und noch nicht alle Gerinsel entfernt, geschweige denn die Autoantikörper eliminiert werden konnten, weil ich das Geld dafür nicht habe.

Ich kann nur hoffen, das Spendenziel zu erreichen, um dann die Therapie anzugehen, die die Charité Berlin vorgegeben hat, dem das Dialysezentrum Bayreuth folgt: HELP- Apheresen zusammen mit Autoimmunadsorptionen, letztere waschen die Autoantikörper aus dem Blut.

Wir haben das Spendenziel um 5000 Euro erhöht. Möchtest Du den Spenderinnen und Spendern erklären, warum?

Thomas: 1 HELP- Apherese kostet 1400 Euro. 1 Autoimmunadsorption macht 2400 Euro. Durch die lieben Menschen hier, die mich nicht im Regen stehen ließen und so viel Empathie besaßen für mich zu spenden, konnte ich mir 3 HELP- Apheresen leisten, die mir im wahrsten Sinne des Wortes im Kampf gegen die Zeit etwas mehr dieser Zeit verschaffen. Kostenpunkt: 4200 Euro.

Ein Schweizer Unternehmer, der auch impfgeschädigt ist, lag neben mir während der Blutwäschen und bekam unweigerlich meine Situation mit! Als mir die Ärzte erklärten, wie es um mich steht, spendete er spontan 1400 Euro. Er sagte: "Thomas, wer wäre ich, wenn ich das höre, die Gerinsel selbst sehe und meinen Filter dagegen anschaue, wenn ich jetzt einfach nur meine Therapie hier weitermachen würde?". Ein dickes Dankeschön an einen besonderen Menschen nach Zürich!

Danach war meine Therapie sozusagen zu Ende, abgebrochen, wenn auch äußerst notwendig. Zulange ist die Erkrankung in mir, die Ärzte meinen: "Umso länger, desto geringer die Heilungschancen." Aber die Krankenkasse reagierte stets mit der Aussage "Es liegen zu wenige Studien über die Erfolgsaussichten der Therapie vor." Das heißt: Ich werde von vorne beginnen müssen, die Therapie genauso machen, wie sie die Charité Berlin vorgibt.

Was bedeutet das?

Thomas: Die Therapie beginnt mit HELP- Apheresen, auf die dann sofort die unbedingt notwendigen Autoimmunadsorptionen folgen. Deren Anzahl besteht dann noch aus 5- 8 dieser Blutwäschen.

Alle sind Selbstzahler, die Menschen kommen weltweit in diese Zentren, da wir in Deutschland entweder weiter oder günstiger sind als die Herkunftsländer der Personen, die neben mir lagen. Schweiz, Amerika, Vietnam, Australien um die Nationalitäten mal aufzuzählen, die ich kennenlernen durfte.

Alle müssen sich für etwa 3 Wochen ein günstiges Zimmer vor Ort mieten, da normal ist, dass der Patient sehr müde ist, Schwindel hat, ich selbst war gerade nach der 2. und 4. Blutwäsche zu nichts mehr in der Lage. Man liegt dann nur, mehr geht nicht, um sich am nächsten Tag wieder einer Blutwäsche zu unterziehen - diese erfolgen im Abstand von 1, meistens 2 Tagen.

Somit fange ich bei Null an, wenn ich das Glück haben sollte und das Spendenziel wird erreicht.

Was macht Dir Hoffnung?

Thomas: Ich durfte wieder Luft holen, aufstehen, um weiterzukämpfen. Versuche mich dabei nicht zu verlieren, denn Kampf ist anstrengend, verbittert und ist schlichtweg negative Energie.

Aber er ist notwendig, denn ich kämpfe gegen das Verleugnen der Politik, gegen Ablehnung von Hilfe, sprich Kostenübernahme der Apheresen durch meine Krankenkasse, aber auch gegen eine Gesellschaft, die sich vorschnell ein Urteil macht durch Hautbräune oder Statur, anstelle den Mut zu haben, einfach nur zu fragen.

Ich stehe mit dem Rücken zur Wand, es kostete mich unheimlich viel Kraft medial zu gehen und jeden wissen zu lassen, dass ich krank und dadurch komplett durch das System gefallen bin.

Mit Schwäche zeigen tue ich mir sehr schwer, lieber wäre ich stark, genauso gesellschaftlich integriert wie jeder, viel positiver. Das tut weh und kostet mich Mut das hier so offen zu sagen.

Ich habe den Kampf wieder aufgenommen. Aufgeben ist wieder keine Option mehr. Das macht mir Hoffnung!

Vielen Dank, Thomas, für das Interview! Ich hoffe, dass sich in Kürze weitere Spenden ergeben!

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