Ende Juli hatte Thomas seine letzte von 5 Immunadsorptionen. Gestern, am 8. August, beantwortete mir Thomas ein paar Fragen schriftlich. Nun zieht er eine Zwischenbilanz und erklärt, wie es ihm gerade geht - und was die nächsten Wochen geschieht.
Thomas, Du hast 5 Blutwäschen und 5 Immunadsorptionen hinter dir. Wie geht es dir gerade?
Thomas: Im Moment geht es mir physisch wie psychisch nicht so gut. Die Symptome haben sich verstärkt, vor allem Schmerzen, Luftnot und Kopfdruck. Dies kann aber auftreten. Die Wirkung der Autoimmunadsorptionen zeigt sich erst nach 4 - 12 Wochen.
Es war für mich eine sehr anstrengende Therapie, die Blutwäschen dauerten zwischen 3,5 Stunden und über 5 Stunden. Einmal stieg der Caliumspiegel so stark, dass die Ärztin abbrechen wollte, da der Herzstillstand drohte. Ich bekam ein Medikament, das den Spiegel senkte.
Dachte dabei immer an Euch Alle, Eure Hilfe und widersprach jedem Abbruch.
Psychisch bin ich aufgrund eines privaten, für mich sehr traurigen und emotionalen Einschnitts in mein Leben in ein "Loch" gefallen, aus dem ich gerade nicht mehr so recht herauskomme. Jedes Wort, jeder Buchstabe kosten Kraft. Entschuldigt bitte meine kurzen Antworten, doch es ist wirklich etwas passiert, was mir den Boden unter den Füßen weggezogen hat - und das 2 Tage vor dem Beginn meiner Therapie in Bayreuth.
Anmerkung von Stefan Beck: Anfang Juli starb "Bud", der Hund von Thomas. Bud begleitete Thomas sieben Jahre und war erst recht in der Zeit, als Thomas den Impfschaden erlitt, sein treuer Freund. Wer Katzen und Hunde als Haustiere hält, kann sich vorstellen, wie es ist, wenn ein "Familienmitglied" von einem geht...
Was gibt Dir Zuversicht, was macht Dir Sorgen?
Thomas: Aufgrund meiner psychischen Situation kann ich leider im Moment irgendwie nur von "Sorge" berichten. Ich bin an meine Grenzen gegangen, weil Ihr alle mitgeholfen habt bzw. mithelft.
"Ich habe Kräfte mobilisiert, die ich schlichtweg im Moment überhaupt nicht mehr habe"
Ich stehe in Eurer Schuld und habe deshalb Kräfte mobilisiert, die ich schlichtweg im Moment überhaupt nicht mehr habe.
Ich mache mir Sorgen, dass die Situation so bleibt und ich nochmals HELP-Apheresen benötigen könnte oder die Behandlung schlichtweg keine Besserung gebracht hat. Dafür würde ich mich immens schämen.
Was passiert als nächstes?
Thomas: Es gilt nun die nächsten 4- 12 Wochen abzuwarten. Danach werde ich mit Dr. Satanovskij Kontakt aufnehmen und seinem Vorschlag folgen.
Vielen Dank, dass Ihr da seid und für Euer Verständnis!
Hinweis: Die Antworten auf meine Fragenliste mit 5 Fragen, die ich Dr. Satanovskij am 10. Juli gesendet habe, liegen mir bislang nicht vor. Die Fragen bezogen sich u.a. auf die Funktion von Blutwäschen, auf die Immunadsorptionen und auf das weitere Vorgehen nach Ende der Behandlung im Juli. Offenbar fehlt dem behandelnden Arzt gerade die Zeit dafür. Da Herr Dr. Satanovskij mir jedoch die mündliche bzw. schriftliche Zusage für ein kurzes Interview gab, bleibe ich am Ball.
Stefan Beck
Kitzingen, 9. August 2025