Interview mit Thomas: Es geht ins Dialysezentrum!

19.06.2025
Stefan Beck Kitzingen, Germany
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Thomas steht eine weitere „Help-Apherese“ am kommenden Freitag (20. Juni) in Bayreuth bevor. Was der Grund dafür ist, erklärt er im Interview. Die Fragen stellte ich Thomas am 17. Juni.

Thomas, wie geht es Dir im Moment?

Thomas: Im Großen und Ganzen gut, dennoch kehren manche Symptome leider zurück. Das war mir aber bewusst und wurde mir vom behandelnden Chefarzt, Dr. Satanovskij, klar vorhergesagt. Die Therapie, die eine gänzliche Heilung verspricht, konnte ich aufgrund der finanziellen Situation noch nicht machen.

Warum kehren die Symptome zurück?

Thomas: Die Autoantikörper, die zur Erkrankung führen, konnten nicht entfernt werden. Nachdem vor allem Entzündungen, Durchblutungsstörungen, Kopfdruck und Schmerzen wieder zunehmen, werde ich nach Rücksprache eine Help-Apherese machen, um dieser Entwicklung das Tempo zu nehmen.

Der Chefarzt hat 2 Schreiben mit mehreren Seiten verfasst, in denen er detailliert die Therapie erklärt und diese als "medizinisch dringend geboten" attestiert. Die Krankenkasse spielt leider auf Zeit. Das führt dazu, dass ich wieder Geld aus der Spendensumme für die Help-Apherese entnehmen muss, das mir am Ende natürlich fehlen wird.

Hat die Krankenkasse nicht reagiert auf das Schreiben des Chefarztes?

Thomas: Die Krankenkasse reagierte trotz mehrmaliger Bitte, jetzt endlich die Kosten für die Therapie zu übernehmen, mit einem Fragebogen zur Therapie, obwohl dieser durch Dr. Satanovskij und weiteren Ärzten längst ausführlich beantwortet ist. Zudem ist längst belegt, dass mein Blut voller Gerinnsel ist und das medizinische Gebot zur Kostenübernahme besteht!

"Ich bin es jeder Person, die gespendet hat, schuldig, dass ich noch mal aufstehe"!

Wie gehst Du mit der Situation um?

Thomas: Ich vertraue ganz fest darauf, dass ich es am Ende dank der vielen besonderen Menschen hier schaffen werde. Ich bleibe im Vertrauen, bleibe positiv und schlichtweg voller Demut. Anders kann ich den "Wettlauf gegen die Zeit" aber nicht gewinnen!

Ich habe den Kampf aufgenommen, nun gilt es diesen zu gewinnen. Eine Aufgabe ist für mich seit 4 Jahren keine Option. Ich bin es jeder einzelnen Person, die gespendet hat, schuldig, dass ich noch mal aufstehe, um zu belegen, wie mit Impfgeschädigten umgegangen und ihnen jede Hilfe untersagt bleibt. Mir tut das im Herzen leid für unsere Gesellschaft und unser Land.

Du bist am Freitag wieder in Bayreuth im Dialyse-Zentrum. Was passiert dort und wie lange bist Du vor Ort?

Thomas: Bei der Help-Apherese liege ich 3- 4 Stunden bewegungslos da. Diese spezielle Blutwäsche sorgt dafür, dass Blutgerinnsel und Schadstoffe aus dem Blut gefiltert werden.

Dabei könnte alles viel schneller gehen, wenn die Krankenkasse die Kosten übernehmen würde….

Thomas: Das ist ärgerlich für mich, da ich die Therapie nur einmal gänzlich durchziehen müsste, was etwa 3- 4 Wochen dauern würde. So könnten an jedem 2. Tag Blutwäschen durchgeführt werden. Zuerst die Help-Apheresen, um dann sofort die Autoimmunadsorptionen folgen zu lassen. Diese entfernen die Autoantikörper, die mich so stark attackieren.

Von daher gilt: Keep on fighting- still standing!

Am Freitag werde ich um 13 Uhr die angeratene Help-Apherese machen, danach werde ich in ein günstiges Zimmer in Bayreuth gebracht, in dem ich bis Samstag ruhen werde, da man nach einer Apherese komplett k.o. ist. Auch diese Kosten muss ich selbst tragen.

Ich bleibe aber positiv, ich weiß ja, was auf mich zukommt und dass ich der doch sehr vehementen Rückkehr der Symptome ein "Bein stellen" werde. Von daher gilt: Keep on fighting- still standing!

Inzwischen haben wir über 9.300 Euro an Spendengeldern zusammen, 90 Personen haben für dich gespendet. Was sagst Du dazu?

Thomas: Ich bin sprachlos, voller Demut und Dankbarkeit, dass mich und meine Geschichte so viele Menschen überhaupt wahrnehmen.

Ihr alle seid meine "Engel", die mich nicht in der Dunkelheit dieser traumatischen Einsamkeit stehen lassen! Egal welcher Geldbetrag es ist: Wow! Ein aufrichtiges und demütiges Dankeschön geht von meinem Herzen direkt zu Eurem Herzen. Ihr seid ganz, ganz besonders!

Ihr habt einem Menschen neue Kraft gegeben, neuen Mut und eine schmerzfreie Zeit geschenkt, nachdem ich beinahe nichts mehr alleine bewältigen konnte. Jeder Einzelne hier hat Licht in meine Dunkelheit gebracht! Ihr seid für mich zu "Engeln" geworden, ohne dass Ihr das wisst. DANKE!

Vielen Dank, Thomas, für das Interview und viel Erfolg bei der Help-Apherese am Freitag in Bayreuth!

Stefan Beck, Kitzingen, 18. Juni 2025

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