Eine große und eine kleine Neuigkeit

30.07.2024
Sanja Bauer Wiesbaden, Germany
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Liebe Community, Freunde und Bekannte, ich melde mich heute mit guten und schlechten Nachrichten. _______________________________________ Die Gute zuerst. Ich hatte in diesem Monat etwa 2 Wochen, in denen es mir etwas besser ging (das heißt eigentlich nur, ich konnte sprechen, meine Mama konnte länger als eine Minute im Zimmer sein und ich konnte schreiben.) ______________________________________ Diese 2 Wochen sind nun wieder vorbei, sie bleiben leider nie lange. Dafür habe ich in den zwei Wochen jede Energie, die mein Körper hatte, in das Schreiben investiert. (Ich habe das Glück, nach meiner Fusion mein Handy benutzen zu können; ich kann in meine Notizen schreiben, Text-Gespräche sind jedoch kurzzuhalten und nur selten mal länger möglich). ________________________________________ Na ja, Schreiben ist meine „Aufgabe im Leben“, etwas, was ich schon immer gemacht habe und immer machen will. Ich schreibe Poesie, Prosa, Gedichte etc. und habe es in den zwei Wochen geschafft, ein Buch fertig zu stellen und es für einen Wettbewerb einzureichen. Ich schreibe viel über mein da sein, mein Leben mit den Erkrankungen, insbesondere ME/CFS und was das mit mir macht. Zwei Kapitel habe ich ME/CFS gewidmet, weil ich für mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein sorgen möchte. In der Hoffnung, dass wir eines Tages nicht mehr unsichtbar sind. Auch im Rest des Buches findet man überall Zeilen oder geschriebenes, das mein Leiden ausdrückt. Ich habe das alles auch verfasst als Beweis, dass ich existiere und existiert habe, falls mein Körper einmal in näherer Zukunft aufgibt. Ein Buch zu schreiben, war schon immer ein Traum von mir und ich habe dies nicht trotz meiner Erkrankung gemacht, sondern mit meiner Erkrankung. Und immer an erster Stelle, dass ich nicht über meine Grenzen gehe und so wieder viel tiefer sinke. ______________________________________ Was möchte ich damit eigentlich sagen? Ich erhoffe mir natürlich auch diesen Wettbewerb zu gewinnen, das Preisgeld ist groß und so kämen wir dem Ziel näher endlich eine Lösung für das Tethered Cord zu finden. In die USA zu fliegen und mich operieren zu lassen von einer Ärztin, die weiß, was sie tut. ______________________________________ Auch wenn ich nicht gewinnen sollte, das Buch ist nun überall erhältlich, bei Thalia, Hugendubel, Amazon, in allen Büchershops und in fast ganz Europa. Es heißt „Mothlight“ von Layla Ylenia. Es ist in Englisch geschrieben. Alles, was ich daran verdiene, geht auf mein Spendenkonto. _______________________________________ Das war die gute Nachricht, ich hoffe, ich konnte jemanden da draußen anregen, sich mein Buch anzuschauen und mir auf diese Weise zu helfen, meinem Spendenziel näherzukommen. _______________________________________ Die schlechte Nachricht: Wir haben immer noch weder Arzt noch Klinik, die mich untersuchen wollen. Meine Mama wartet ewig lang auf E-Mails und Rückrufe, bis jetzt hat sich leider nichts ergeben. Ich vegetiere weiter vor mich hin und hoffe, dass, wenn ich irgendwann Hilfe bekomme, es nicht schon zu spät ist. Ich verwende viel häufiger die Bettpfanne als den Toilettenstuhl, auf den Mama mich meist nur noch alle paar Tage setzt. Die Schmerzen werden schlimmer als besser und auch wenn ich mal sprechen oder gesprochenes ertragen kann, geht es im Allgemeinen bergab. ______________________________________ Eure Layla. 🧡
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