Liebe Community, Freunde und Bekannte, ich melde mich heute mit guten und schlechten Nachrichten. _______________________________________ Die Gute zuerst. Ich hatte in diesem Monat etwa 2 Wochen, in denen es mir etwas besser ging (das heißt eigentlich nur, ich konnte sprechen, meine Mama konnte länger als eine Minute im Zimmer sein und ich konnte schreiben.) ______________________________________ Diese 2 Wochen sind nun wieder vorbei, sie bleiben leider nie lange. Dafür habe ich in den zwei Wochen jede Energie, die mein Körper hatte, in das Schreiben investiert. (Ich habe das Glück, nach meiner Fusion mein Handy benutzen zu können; ich kann in meine Notizen schreiben, Text-Gespräche sind jedoch kurzzuhalten und nur selten mal länger möglich). ________________________________________ Na ja, Schreiben ist meine „Aufgabe im Leben“, etwas, was ich schon immer gemacht habe und immer machen will. Ich schreibe Poesie, Prosa, Gedichte etc. und habe es in den zwei Wochen geschafft, ein Buch fertig zu stellen und es für einen Wettbewerb einzureichen. Ich schreibe viel über mein da sein, mein Leben mit den Erkrankungen, insbesondere ME/CFS und was das mit mir macht. Zwei Kapitel habe ich ME/CFS gewidmet, weil ich für mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein sorgen möchte. In der Hoffnung, dass wir eines Tages nicht mehr unsichtbar sind. Auch im Rest des Buches findet man überall Zeilen oder geschriebenes, das mein Leiden ausdrückt. Ich habe das alles auch verfasst als Beweis, dass ich existiere und existiert habe, falls mein Körper einmal in näherer Zukunft aufgibt. Ein Buch zu schreiben, war schon immer ein Traum von mir und ich habe dies nicht trotz meiner Erkrankung gemacht, sondern mit meiner Erkrankung. Und immer an erster Stelle, dass ich nicht über meine Grenzen gehe und so wieder viel tiefer sinke. ______________________________________ Was möchte ich damit eigentlich sagen? Ich erhoffe mir natürlich auch diesen Wettbewerb zu gewinnen, das Preisgeld ist groß und so kämen wir dem Ziel näher endlich eine Lösung für das Tethered Cord zu finden. In die USA zu fliegen und mich operieren zu lassen von einer Ärztin, die weiß, was sie tut. ______________________________________ Auch wenn ich nicht gewinnen sollte, das Buch ist nun überall erhältlich, bei Thalia, Hugendubel, Amazon, in allen Büchershops und in fast ganz Europa. Es heißt „Mothlight“ von Layla Ylenia. Es ist in Englisch geschrieben. Alles, was ich daran verdiene, geht auf mein Spendenkonto. _______________________________________ Das war die gute Nachricht, ich hoffe, ich konnte jemanden da draußen anregen, sich mein Buch anzuschauen und mir auf diese Weise zu helfen, meinem Spendenziel näherzukommen. _______________________________________ Die schlechte Nachricht: Wir haben immer noch weder Arzt noch Klinik, die mich untersuchen wollen. Meine Mama wartet ewig lang auf E-Mails und Rückrufe, bis jetzt hat sich leider nichts ergeben. Ich vegetiere weiter vor mich hin und hoffe, dass, wenn ich irgendwann Hilfe bekomme, es nicht schon zu spät ist. Ich verwende viel häufiger die Bettpfanne als den Toilettenstuhl, auf den Mama mich meist nur noch alle paar Tage setzt. Die Schmerzen werden schlimmer als besser und auch wenn ich mal sprechen oder gesprochenes ertragen kann, geht es im Allgemeinen bergab. ______________________________________ Eure Layla. 🧡
109.199 € of 250.000 € collected
44 %
Selina donated 10 €
Kevin donated 20 €
Selina donated 30 €
Renate donated 30 €
Ana donated 150 €
Herbert donated 5 €
Anthea donated 50 €
Adele donated 15 €
Wolfgang donated 30 €
Felix donated 10 €
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Was sind Layla’s Wünsche? Ein Update und mehr.
Sanja Bauer · 24.12.2024
Liebe Community, liebe Spender*innen, Freund*innen und Bekannte, _______________________________________ Heute ist der 24. Dezember und Layla wollte, dass ich ein paar Zeilen mit euch teile. Der erste Ausschnitt ist aus ihrem eigenen Buch „Mothlight“, aus ihrem Leben vor der Fusions-Operation, welcher euch ME/CFS sowie Begleiterkrankungen wie CCI näher bringen soll. _______________________________________ „I used to lie in my mother’s room for a long time, dying. And I still am, just now, in my childhood room. But then, I could not be touched even for a second, not be looked at even for a second. I could not look at my phone for longer than five minutes a day. On glorious days, my body granted me an hour of phone use, spaced out over the whole day. And to think that I am considered a bit better now when I could go back to that state with one simple mistake—a tiny mistake. And God forbid—God forbid I pushed my luck. I would crash and not even remember and “wake up” four days later, thinking: I’m still here? Why am I still here? They have a pill for everything, but they do not have a pill for P-E-M—a pill that would save us all from the chains of this disease that keeps us locked up like abandoned dogs, like prisoners. But even prisoners get to see the light. If they’re good, they even get time outside. They can read and move their body. They can walk around. They can tolerate sounds. They do not die if pushed too far. Because you have to understand that if you push too far, you die. You die, you die, you die. And I came close to that so many times that, for many days and months and years, I’d wished to be dead rather than to lie here, every single day of every single week of every single month and year. In darkness. In silence. With no hand to hold and no visitors allowed. And you have to imagine, oh, this is so sad even for me to think about—I used to forget the sound of my own voice or the sound of my mother’s when my body just wouldn’t allow me to listen or to speak when it was just too much. And you have to imagine, my mother lives right here with me, in this apartment. I would hang on to the thought of hearing her walk sometimes, when it was really bad, when I needed to know that I still existed. For a long time, I clung to the idea that that if I died, I wanted to die in my mother’s arms. That I had approximately 10 seconds where she could lie next to me and hug me without me crashing. When she wheeled me back from the toilet to the bed, I would fall onto the mattress and lie there for hours, waiting for the paralysis to go away—being aware of it all, knowing I had to endure it, or it wouldn’t ever—it wouldn’t ever stop.“ _______________________________________ Einerseits geht es ihr heute besser, andererseits hat die nachfolgende Tethered Cord OP vieles wieder genommen und schlimmer gemacht. Gerade heilt sie von einer erneuten Infektion, die bei ihr kommt, sobald die letzte aufgehört hat. Sie kann wieder gefüttert werden, dafür nicht sprechen und viele andere Dinge sind anstelle dessen schlimmer geworden. Nicht mal im Traum könnten wir sie jetzt auf einen Rollator setzen und sie ins Badezimmer fahren, in dem sie mindestens 3 Schritte mit Hilfe gehen muss. Das ging damals noch, heute lange nicht mehr. _______________________________________ Diese zwei Ausschnitte, aus zwei Büchern, möchte Layla auch mit euch teilen, da sie ihr viel bedeuten: ________________________________________„I was very often full of rage and despair. I was always lonely. In spite of all that I was and am in love with life.“ • Jeanette Winterson, Why Be Happy When You Could Be Normal? _______________________________________ „There is an ache in my heart for the imagined beauty of a life I haven’t had, from which I had been locked out, and it never goes away.“ • Robert Goolrick, The End of the World as We Know It: Scenes from a Life _______________________________________ Layla‘s und unser Wunsch ist derselbe: Heilung. Dass sie endlich wieder leben kann, unter uns, unter Bäumen, im Schnee, im Wasser, mit ihren Freundinnen, am Tisch sitzend, am Lachen, am Essen. _______________________________________ Ein Frohes Fest an alle, die es feiern, und eine schöne Zeit an alle, die es nicht tun. _______________________________________ Mit liebevollen Grüßen, Sanja Bauer
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Dringendes Update: Hilfe für Laylas OP in den USA
Sanja Bauer · 16.12.2024
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, ********** ich wende mich heute mit einem dringenden Update zu Laylas Situation an euch. Ihr Zustand hat sich leider weiter verschlechtert, und sie benötigt eine lebensrettende Operation in den USA. Diese Behandlung ist mit enorm hohen Kosten verbunden, weshalb wir das Spendenziel auf 250.000 € erhöhen müssen. *********** Alle wichtigen Informationen findet ihr im neuen Beitrag auf der Kampagnenseite. Jede Unterstützung zählt – gemeinsam können wir Layla helfen. *********** Herzlichen Dank für eure Solidarität und Hilfe. *********** Mit liebevollen Grüßen, Sanja Bauer
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