Für viele ist der Karfreitag ein Tag der Besinnung. Nicht so für Layla und ihre Mutter Sanja: Die beiden sind in Barcelona und warten auf den Termin für die Operation von Laylas instabiler Wirbelsäule. Sanja kann sich momentan nur auf die immense Geldsumme besinnen, die die Spezial-OP kostet und deren Bezahlung noch nicht gesichert ist. Danke für Eure Unterstützung! Layla besinnt sich tagein und tagaus auf die Angst vor der OP und ihre schwere Krankheitssituation, die wir uns kaum vorstellen kennen. Deshalb senden wir Euch heute einen Text, den Layla dazu vor ihrer Abreise verfasst hat: „Habe es geschafft, eine Stunde zu ruhen, jetzt geht es wieder nicht mehr wegen der schwachen Atmung. Die Schübe kommen in immer kürzeren Abständen. Diese Abstände sind viel zu kurz. Ich kann nicht länger als eine Stunde ruhen am Stück, einfach weil ich dann wieder crashe. Mein ganzes Leben ist ruiniert. Ich würde so gerne meine Kraft sparen und einfach liegen und ruhen, damit ich mehr Energie habe für Barcelona. Es geht verdammt nochmal nicht, egal wie ich es versuche, weil ich ständig keine Luft im Rachen habe. Und es mich komplett wahnsinnig macht und ich sofort merke, dass der Körper aufhört zu ruhen und sich nur noch darauf konzentriert und mir sofort Kraft raubt und ich dadurch crashe. Wenn das noch 2 Tage so geht, falle ich tot um. Mein ganzer Tag besteht wirklich nur noch aus Crashs und dann den Versuchen zu ruhen. Eine Stunde, dann wieder raus, wieder Crash, wieder versuchen zu ruhen – so geht das den ganzen besch… Tag. Ich pack es nicht … ich bin so am Ende. So schlimm war es noch nie. Ich verliere komplett meinen Verstand. So stirbt man mit dieser Sch… , weil man nicht mehr aus dem crashen rauskommt. Man stirbt einfach irgendwann und niemand versteht es. Die Zeitabstände, wo ich ruhe und dann nicht mehr ruhe kann, aber eigentlich ruhen muss, werden immer und immer kürzer. Mein Körper hat immer weniger Kraft, das aufrecht zu erhalten. Das bringt mich komplett um. wortwörtlich.“ Kaum vorstellbar – und doch ist es die traurige Realität, ein verzweifeltes Überleben mit der neuroimmunologischen Systemerkrankung (CCI/AAI, ausgelöst durch ME/CFS), die Layla seit Monaten durchmacht: permanente Schmerzen, Atembeschwerden, Schwindel, Essen nur als Flüssignahrung, Überempfindlichkeit auf Licht, Gerüche, Geräusche. Bitte gebt unseren Spendenaufruf weiter und spendet für Layla, damit wir die Spezial-OP und die vielen weiteren Kosten bezahlen können. Für Euch alle ein frohes Osterfest voller Hoffnung Sanja mit Layla und Familie
109.199 € of 250.000 € collected
44 %
Selina donated 10 €
Kevin donated 20 €
Selina donated 30 €
Renate donated 30 €
Ana donated 150 €
Herbert donated 5 €
Anthea donated 50 €
Adele donated 15 €
Wolfgang donated 30 €
Felix donated 10 €
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Was sind Layla’s Wünsche? Ein Update und mehr.
Sanja Bauer · 24.12.2024
Liebe Community, liebe Spender*innen, Freund*innen und Bekannte, _______________________________________ Heute ist der 24. Dezember und Layla wollte, dass ich ein paar Zeilen mit euch teile. Der erste Ausschnitt ist aus ihrem eigenen Buch „Mothlight“, aus ihrem Leben vor der Fusions-Operation, welcher euch ME/CFS sowie Begleiterkrankungen wie CCI näher bringen soll. _______________________________________ „I used to lie in my mother’s room for a long time, dying. And I still am, just now, in my childhood room. But then, I could not be touched even for a second, not be looked at even for a second. I could not look at my phone for longer than five minutes a day. On glorious days, my body granted me an hour of phone use, spaced out over the whole day. And to think that I am considered a bit better now when I could go back to that state with one simple mistake—a tiny mistake. And God forbid—God forbid I pushed my luck. I would crash and not even remember and “wake up” four days later, thinking: I’m still here? Why am I still here? They have a pill for everything, but they do not have a pill for P-E-M—a pill that would save us all from the chains of this disease that keeps us locked up like abandoned dogs, like prisoners. But even prisoners get to see the light. If they’re good, they even get time outside. They can read and move their body. They can walk around. They can tolerate sounds. They do not die if pushed too far. Because you have to understand that if you push too far, you die. You die, you die, you die. And I came close to that so many times that, for many days and months and years, I’d wished to be dead rather than to lie here, every single day of every single week of every single month and year. In darkness. In silence. With no hand to hold and no visitors allowed. And you have to imagine, oh, this is so sad even for me to think about—I used to forget the sound of my own voice or the sound of my mother’s when my body just wouldn’t allow me to listen or to speak when it was just too much. And you have to imagine, my mother lives right here with me, in this apartment. I would hang on to the thought of hearing her walk sometimes, when it was really bad, when I needed to know that I still existed. For a long time, I clung to the idea that that if I died, I wanted to die in my mother’s arms. That I had approximately 10 seconds where she could lie next to me and hug me without me crashing. When she wheeled me back from the toilet to the bed, I would fall onto the mattress and lie there for hours, waiting for the paralysis to go away—being aware of it all, knowing I had to endure it, or it wouldn’t ever—it wouldn’t ever stop.“ _______________________________________ Einerseits geht es ihr heute besser, andererseits hat die nachfolgende Tethered Cord OP vieles wieder genommen und schlimmer gemacht. Gerade heilt sie von einer erneuten Infektion, die bei ihr kommt, sobald die letzte aufgehört hat. Sie kann wieder gefüttert werden, dafür nicht sprechen und viele andere Dinge sind anstelle dessen schlimmer geworden. Nicht mal im Traum könnten wir sie jetzt auf einen Rollator setzen und sie ins Badezimmer fahren, in dem sie mindestens 3 Schritte mit Hilfe gehen muss. Das ging damals noch, heute lange nicht mehr. _______________________________________ Diese zwei Ausschnitte, aus zwei Büchern, möchte Layla auch mit euch teilen, da sie ihr viel bedeuten: ________________________________________„I was very often full of rage and despair. I was always lonely. In spite of all that I was and am in love with life.“ • Jeanette Winterson, Why Be Happy When You Could Be Normal? _______________________________________ „There is an ache in my heart for the imagined beauty of a life I haven’t had, from which I had been locked out, and it never goes away.“ • Robert Goolrick, The End of the World as We Know It: Scenes from a Life _______________________________________ Layla‘s und unser Wunsch ist derselbe: Heilung. Dass sie endlich wieder leben kann, unter uns, unter Bäumen, im Schnee, im Wasser, mit ihren Freundinnen, am Tisch sitzend, am Lachen, am Essen. _______________________________________ Ein Frohes Fest an alle, die es feiern, und eine schöne Zeit an alle, die es nicht tun. _______________________________________ Mit liebevollen Grüßen, Sanja Bauer
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Dringendes Update: Hilfe für Laylas OP in den USA
Sanja Bauer · 16.12.2024
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, ********** ich wende mich heute mit einem dringenden Update zu Laylas Situation an euch. Ihr Zustand hat sich leider weiter verschlechtert, und sie benötigt eine lebensrettende Operation in den USA. Diese Behandlung ist mit enorm hohen Kosten verbunden, weshalb wir das Spendenziel auf 250.000 € erhöhen müssen. *********** Alle wichtigen Informationen findet ihr im neuen Beitrag auf der Kampagnenseite. Jede Unterstützung zählt – gemeinsam können wir Layla helfen. *********** Herzlichen Dank für eure Solidarität und Hilfe. *********** Mit liebevollen Grüßen, Sanja Bauer
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