Ihr Lieben, ihr lieben Freunde, ihr lieben Bekannte, ihr lieben Unbekannte, als ich vor knapp 4 Stunden meinen nächtlichen Beitrag hier veröffentlichte, an dem ich bis etwa 5 Uhr nachts geschrieben hatte (ich wollte ihn unbedingt heute zu Franzis Geburtstag fertig haben), hätte ich nicht im Ansatz daran geglaubt, dass wir ihr, wenn wir nachher zu ihr fahren, ihr schon berichten können, dass sich ihr Wunsch erfüllt hat, dass die 6000 Euro für ein Familienhörbuch durch euch bereits zusammengekommen sind. Vielen Dank dafür. Ich bin von eurer Großherzigkeit sehr berührt, zeugt es doch auch sehr davon, wieviel Franziska und unsere Familie geschätzt und unterstützt wird. Ich habe das Spendenziel aufgrund der großen Unterstützung angepasst - am Ende ist es nur pro forma. Die Verwendung der Spendengelder habe ich im Artikel ja bereits vorab kommuniziert. Nächste Woche werde ich mit dem Familienhörbuch Kontakt aufnehmen und eine schnelle Übergabe der avisierten 6000 Euro planen, damit auch einem anderen todkranken Elternteil eine schnelle Zusage erteilt werden kann. Vielen Dank und 6000 Küsse an alle. Robert
60.210 € of 10.000 € collected
100 %
Baris donated 50 €
Sylvia donated 50 €
Krassimir donated 380 €
Sebastian donated 150 €
Henry donated 40 €
Manuela donated 50 €
Simone donated 100 €
Rico donated 25 €
Stephanie donated 20 €
René donated 50 €
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1 Jahr - 365 Tage - endloses Vermissen
Robert Kopetschke · 31.05.2025
Text vom 29.5.2025:Ihr Lieben,ich habe schon lange nichts mehr geschrieben. Viele Anfragen der Sorte „wie geht es euch?“ blieben unbeantwortet. Auch die Übergabe unserer 12.000 Euro Spende an das Familienhörbuch im letzten Herbst habe ich nicht kommuniziert. Warum? Tja, warum…Es war mir vorher nicht so klar, aber der Alltag ist ein unbeirrbarer, ständig vorantreibender Begleiter, der keine Trauer kennt, keine Wut, keine Freude. Der kaum Pausen lässt. In dem Innehalten und Erinnern per se keinen Platz finden. Er besteht aus Aufgaben, aus Terminen, aus Pflichten. Dinge müssen erledigt werden und in einem Haushalt mit vier Kindern gibt es davon wahrlich zuhauf. Das klingt vielleicht auf den ersten Blick trostlos, aber so ergibt sich auch etwas: Struktur – und damit auch Halt.Heute, vor genau einem Jahr, hat Franzi uns verlassen müssen. Himmelfahrt - der Tag könnte keinen passenderen Namen tragen. Um 21:45 Uhr werden es dann genau 365 Tage sein. Ein ganzes erstes Jahr, das wir ohne sie verbringen mussten. Ein Jahr, in dem wir vieles – eigentlich alles – zum ersten Mal ohne Franzi, ohne Mama, erlebt haben. Alle Geburtstage, Weihnachten, Ostern, alle Feierlichkeiten, ein ganzes Schuljahr, alle Ferien, alle Urlaube, alle Wochenenden, jede einzelne Woche, jeder einzelne Morgen, jedes Aufstehen und jedes Zubettgehen – einfach alles.Wir haben dieses Jahr gemeistert und wir haben bei allem Funktionieren auch das Erinnern nicht vergessen. Wir haben versucht, uns die Pausen zu nehmen, die uns der Alltag kaum ließ. Auch wenn es nicht viele Lücken gab in einem Kalender, der voller war als das Auftragsbuch vom Weihnachtsmann. Wir haben vor allem die Orte besucht, die uns mit Franzi verbinden. An ihrer geliebten Ostsee haben wir Zeit verbracht. Wir waren in Trassenheide, natürlich in Prerow, auf Rügen und in Misdroy an der polnischen Ostseeküste, wohin Franzi mit ihren Besties noch am letzten Himmelfahrt-Wochenende vor einem Jahr gereist war. Wir waren im Herbst an der Elbquelle im Riesengebirge und haben in Gedenken an Franzi sogar die nicht enden wollende Rückwanderung entlang der polnisch-tschechischen Grenze, am Ende im Dunkeln, wiederholt. Brixen zu Ostern, wo wir auch vor drei Jahren waren, mit dem Pistazieneis, das Franzi damals so gut schmeckte. Wir haben Fotos an den Orten gemacht, an denen wir auch zu sechst waren, mit denselben Motiven – nur eben größer, älter und mit einer geliebten Person weniger an unserer Seite.Gestern sind wir nach Esbjerg an die dänische Nordseeküste gereist. Lore nimmt mit ihrem Verein zum dritten Mal am internationalen Schwimmwettkampf teil und wir wollten die Zeit heute gerne noch zusammen statt getrennt im Bus verbringen. Franzi haben wir bei uns. Auf Fotos und in unseren Herzen. Eine Kerze ist angezündet und ich bin sicher, sie sieht uns zu und lächelt.Habt alle eine gute Zeit mit euren Familien und passt auf euch auf.Robi
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Gottesdienst am 7.7.2024
Robert Kopetschke · 30.06.2024
Text vom 26.06.2024 ------- Ihr Lieben, heute. Vor 4 Wochen. Auf der einen Seite, als wenn es erst gestern gewesen wäre. So nah ist der Moment. Andersherum, als wäre es schon 4 Monate her. Soviel ist inzwischen passiert. Zuviel um alles haargenau zu erzählen. Nur soviel: Es geht uns allen den Umständen entsprechend gut. Der Alltag, die Schule, der Sport, die Musik, kommende Tanzaufführungen, unzählige Schulveranstaltungen, inzwischen selbst wieder die Praxis - alles will geplant, alles muss bedacht werden. Es gibt kaum Zeit zum Innehalten. Vielleicht ist das auch gut, dieses immer weiter, immer vorwärts. Vielleicht bräuchte es ein wenig mehr Ruhe zur Rückschau, auch um des Nichtvergessens willen. Aber es kann auch nicht erzwungen werden. Solange es den Kindern gut geht, keines verzweifelt, sich keines zurückzieht, ihr Lachen, ihre Pläne, ihre Begeisterungsfähigkeit um einen sind, solange scheint die Welt nicht verloren. Es war keiner leichter Gang am Montag, dem 17.. ---- Es war schön, sich noch ein letztes Mal von Franzi verabschieden zu können. Es war gut, ihre menschliche Hülle auf dem letzten Weg begleiten zu können. Es war wichtig, um zu verstehen, dass am Ende alles vergänglich ist. Dieser Abschied war sicher schwerer, als der an ihrem Geburtstag eine Woche zuvor. Er war auch endgültig. Es gibt nun kein zurück, kein nochmal besuchen, kein nochmal berühren, kein nochmal verabschieden. Das Greifbare, es hat uns nun verlassen. Was uns bleibt, ist die Erinnerung an Franziska. An ihr Lachen. An ihre Lebensfreude. An ihren Optimismus. An ihre Großherzigkeit. Wie schon angekündigt, wollen wir am 7.7. um 15 Uhr in der Köpenicker Stadtkirche Franzi gedenken. Einen Erinnerungsgottesdienst hatte sie sich gewünscht. Und diesen haben wir nun ihr zu Ehren geplant bzw. stecken mitten in seinen Vorbereitungen. Mit Pfarrer Musold habe ich diese Woche bereits über 5 Stunden den Ablauf besprochen, fleißige Helfer sind mit der Musik, dem Programmheft, den Fürbitten, dem Blumenschmuck beschäftigt. Der etwa einstündige Gottesdienst entlang Franziskas Lebensstationen soll abwechslungsreich und kurzweilig werden, aber, so bittet auch die Kirche, dennoch gediegen und würdevoll. Wie üblich, wird es daher keinen Applaus in der Kirche geben, sondern stilles Gedenken. Wie üblich, wird es eine Kollekte geben, die, so auch in unserem Sinne, der anstehenden Sanierung und damit dem Erhalt der Stadtkirche zu Gute kommen soll. ---- Mich haben verschiedene Menschen gefragt, ob sie denn kommen dürften? Ich hatte es schon geschrieben: Es war Franziskas Wunsch, dass wer immer kommen mag, auch kommen darf. 650 Plätze stehen zur Verfügung, es bedarf also keiner Zurückhaltung im Kommen. Für die Zusammenkunft danach in der Duke Bar hatte ich um ungefähre Anmeldung gebeten. Hier möchten wir bei Kaffe und Kuchen und einem späteren Getränk noch etwas verweilen. ---- Es gibt hierzu zum Abschluss noch zwei weitere Aufrufe: Wer könnte das Kuchenbuffet mit etwas Mitgebrachtem unterstützen? Nach einigen proaktiven Anfragen dazu habe ich mit Lars, dem Inhaber der Duke Bar, besprochen, dass hier ein selbstgestelltes Kuchenbuffet möglich und am einfachsten in der Umsetzung ist. ---- Die zweite Bitte kommt von Franziskas besten Freundinnen: Ihr Lieben, in Gedenken an Franzi möchten wir zur Erinnerungsfeier ein paar Bilder von ihr wieder aufleben lassen. Hierfür wäre es schön, wenn ihr das eine oder andere Bild von/mit Franzi, egal welchen Alters, mitbringt. Ihr könnt auch gerne ein paar Zeilen hinzufügen. Die Bilder sollen im anschließenden Beisammensein in der Freiheit an eine Schnur gehängt werden (Klammern sind vorhanden), damit sie jeder ansehen kann. Die Sammlung wird später zu einen Buch gebunden, welches die Familie erhalten soll. Aus diesem Grund wäre es schön, wenn ihr das Format A4 einhalten würdet (also entweder direkt das Foto in 20x30 drucken und die Rückseite gestalten/beschreiben oder eine oder mehrere A4 Papierseite/n frei gestalten). ---- Vielen lieben Dank für euer aller Kommen und eure Mithilfe. Wir freuen uns darauf, mit euch diesen letzten Schritt für und mit Franziska gemeinsam zu gehen. Robert
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