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Hilfslieferung
Uschi Overhage · 08.06.2021Von Amani, der libanesischen Mitarbeiterin kam eine Liste, welche Medikamente und Hygieneartikel im Beekatal zur Zeit gar nicht oder kaum und dann zu horrenden Preisen zu haben sind. Die Mitarbeiterin eines befreundeten Projekts ("free shop" -ein Projekt, in dem die Flüchtlinge gratis Kleidung bekommen können - und zwar im Stil eines Warenhauses selbst aussuchen und sogar anprobieren können) nimmt bei ihrem Flug in den Libanon 25 Kilo mit - vor allem Wundsalben, Schmerzmittel, Beta-Isadona, Vitanim und Aufbaupräperate und vieles mehr.....) - alles von Spendengeld von "Haddak-Spendern" - vielen Dank aus dem Libanon an die Spender!More → -
Wählen in Syrien
Uschi Overhage · 28.05.2021Assad gewann diese Wahl erneut-die Wahl,die so klar ein Fake ist! Die Reaktion bei den Geflüchteten syrischen Familien im Libanon ist reiner Schrecken Eine Rückkehr in die Heimat scheint aussichtsloser denn je! Es gibt keine Programme für Rückkehrer zum Aufbau einer neuen Existenz,erst recht nicht für Frauen,die alleine mit den Kindern flohen,weil der Mann und damit der Versorger der Familie im Krieg verschwand oder getötet wurde! Auch diejenigen Geflüchteten,die nicht gezwungen werden wollten, in der syrischen Armee zu dienen, wären in Lebensgefahr,wenn sie zurückkehren würden. Dazu kommt dass die wirtschaftliche Lage immer brenzlige wird und die Geflüchteten daher immer weniger wohlwollend akzeptiert werden In wenigen Tagen könnte im Libanon wahrlich das Licht ausgehen,weil die Regierung Rechnungen des türkischen Stromanbieters nicht bezahlen kann.More → -
Tötigkeiten im Monat April
Uschi Overhage · 27.05.2021Im April wurden - neben dem Organisieren von fertigen Mahlzeiten für das Fastenbrechen im Ramadan für die bedürftigsten Familien - 12 Familien mehrfach besucht und mit Grundnahrungsmitteln versorgt sowie mit zusätzlichem Obst und Gemüse und Eiern, weil in den Familien Schwangere, Kleinkinder oder Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Handicaps leben. Aber für diese Familien ist es das Wichtigste, dass sie persönliche Zuwendung bekommen und Hilfe bei alltäglichen Problemen. Eine der Familien begann, ihr Hab und Gut zu verkaufen, weil kein Geld für Windeln für 2 Kleinkinder da war. Die Familie konnte mit Windeln unterstützt werden und es konnte organisiert werden, dass ihnen Matrazen und Kochgeräte gespendet wurden. Insgesamt sind nun 35 Familien bei "Haddak" erfasst und es zeigt sich, wie wertvoll das Netzwerk ist,das die beiden Mitarbeiter vor Ort schon haben und weiterentwickeln. Dies könnten Helfer aus einem anderen Land nicht schaffen. So werden u.a. Familien, die sehr isoliert leben, miteinaneer verknüpft und ermutigt, ihre Fähigkeiten auszutauschen, In einer Familie lebt eine junge Frau, die eine Nähmaschine bekommen hat, in einer anderen Familie lebt ein junger Mann, der in Syrien als Elektriker gearbeitet hat, nun aber aufgrund einer schweren Schussverletzung am kopf währende des Krieges nur noch stundenweise arbieiten kann. so können sich die Familien gegenseitig helfen....... Einige der Familien werden sporadisch besucht, einige sehr regelmässig, vor allem Familien mit einem Familienmitglied mit Handicap, so zum Beispiel eine Familie mit 2 autistischen Söhnen und eine Familie, in der Mutter und Tochter (alleinlebend) schwer traumatisiert sind, weil sie in einem zerbombten Haus verschüttet wurden. Eine Traumatherapie ist unerreichbar, aber es bedeutet den beiden Frauen viel, dass jemand (Amani) kommt und ihnen zuhört und mit ihnen spazierengehtMore → -
Die Geschichte von Yasser und Kharma
Uschi Overhage · 16.05.2021Yasser, Kharma und ihre 7 Kinder leben in einer ehemaligen Garage. Angebaut ist ein winziger Raum, in dem der Kocher und ein Regal mit Küchenutensilien steht, dort schläft der älteste Sohn. Alle anderen schlagen in dem einen Raum. Tagsüber werden die Matrazen an der einen Wand gestapelt und die Familie sitzt auf dünnen Matten. Eine Wand wird von einem Regal eingenommen, vor dem ein Vorhang hängt. Dort werden Kleidung und die Wolldecken gestapelt. Es gibt dann noch eine Waschecke mit einer Toilette und einem Duschkopf darüber, nur durch einen Vorhang vom Garagenraum abgetrennt. Immerhin hat Kharma eine Waschmaschine, die dort steht, was bitte nötig ist, denn 4 ihrer Kinder sind traumatisiert und dadurch Bettnässer. Allerdings gibt es kaum Platz, um Wäsche aufzuhängen, denn die Garage steht eingekeilt lzwischen anderen Gebäuden. So sind rund um das kleine Gebäude Leinen gespannt. In dem Schlaft-Wohnraum sind jacken und Handtücher an Nägeln an der Wand aufgehängt. Einzigstes Möbelstück in dem Raum ist ein kleiner Ofen, an der Wand hängt ein winziger Fernseher. Spielsachen gibt es kaum, Platz zum Spielen auch kaum. Draussen können die Kinder nicht spielen, weil die Garage direkt an einer belebten Strasse liegt. Wir haben diese Familie häufig besucht, weil es viel zu erzählen und zu besorgen gab. Hier die Geschichte von Yasser und Kharma: Gefragt, ob sie ihre Geschichte erzählen möchten und einwilligen, dass die Geschichte publik wird, antworten sie sofort mit Ja und fügen hinzu, dass sich in den ganzen Jahren in denen sie im Libanon leben, noch niemand wirkllich für sie interessiert hat. Yasser berichtet über die Situation in Syrien vor dem Krieg......schon damals gab es kaum Arbeit und er arbeitete meist im Libanon als Helfer in Landwirtschaft. Die Familie hatte in Syrien kein eigenes Land..... Seit 100ß ging Yasser regelmässig zum Arbeiten über die Grenze.. Das Paar heiratete , als Kharma 14 war. Sie hing in allem völlig von ihrem Mann ab....alle paar Wochen brachte er Geld aus dem Libanon und kaufte dann ein, sodass Kharma kaum jemals das Haus verlassen musste. Seine Familie nur von Zeit zu Zeit zu sehen, war hart für ihn: " Meine kinder behandelten mich, als sei ich ein Fremder" kharma erganzt: " Unser Leben war hart, aber es war in Ordnung, nicht so wie jetzt" Kharma berichtet:: " Am ersten Tag vom Krieg - es war gerade Ramadan und ich war um 4 Uhr morgens aufgestanden, um die Mahlzeit zuzubereiten - gab es auf einmal keinen Strom mehr. Ich sah aus dem Fenster und sah Hunderte von Soldaten. Es gab freies Land neben unserem Haus, es war auch voller Soldaten. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, ich war alleine mit 5 kindern, von denen das jüngste gerade 8 MOnate alt war. Unser Haus war weit weg vom Rest des Dorfes. Ich war völlig alleine mit den Kindern, als Schiesserein und Bombardierung begann. Alles, was ich tun konnte, war, das Baby auf dem Arm alle anderen Kinder daran zu hindern, zu schreien, damit die Soldaten nicht auf uns aufmerksam würden.. Denn dann wären sie eventuell ins Haus gekommen und hätten uns alle getötet . In diesem Moment ist mein Haar weiss geworden und es ist bis heute so geblieben." ( sie zeigte Amani und mir ihr Haar -es war schneeweiss) " Als es Morgen war, kam ein Verwandter meines Mannes auf Schleichwegen und sagte, dass wir uns in einem unterirdischen Versteck verbergen sollten, in dem alle Dorfbewohner waren. Er half uns, dahin zu kommen. Ich fragte, ob sie wüssten, wo meine Eltern und Geschwister seien und ich erfuhr, dass sie alle das Dorf schon verlassen hatten - so war ich völllig auf mich gestellt. Wir blieben in dem unterirdischen Versteck für einige Tage, hörten das Geräusch der Bomben und laute Schreie, bis uns mitgeteilt wurde, dass ein schmaler Pfad geöffnet werde, damit die Bürger das Dorf verlassen könnten. Ich mahm meine 5 Kinder und wir fanden ein Auto, das uns an die Strasse bringen sollte. Wir waren in dem Auto, als wir beschossen wurden und ein Schuss in den kopf eines meiner Kinder ging. Er blutete heftig, ich dachte, er werde sterben. Ich fing an zu weinen und zu schreien. Ein Taxi kam und nahm mich und mein Kind mit in ein Krankenhaus und die anderen Kinder liess ich bei dem Autofahrer zurück. In dem Ort gab es nur Ambulanzen, kein Krankenhaus. Dort gab es Szenen, die ich nie vergessen werde: überall Blut auf dem Boden, schreiende Menschen, kein Platz für sie. Das Taxi brachte uns weiter in einen anderen Ort, dort gab es ein Krankenhaus, jedoch nur für Soldaten. Als sie mein Kind sahen, erlaubten sie uns,einen Tag zu bleiben und mein Sohn wurde operiert. Am nächsten Tag mussten wir das Krankenhaus verlassen und ich nahm mein noch bewusstloses Kind. Auf einmal: wurde mir klar: wo sind die anderen kinder? Ich rief den Autofahrer an und er sagte mir, dass er sie alle mitgenommen hatte zu sich nach Hause, wo sie sicher waren. Am nächsten Tag ging ich mit meinen Kindern zu einem anderen Ort - wir wussten nicht , wohin und wo bleiben.....So ging es weiter, inner wieder kamen wir an Checkpoints vorbei. Die Armee schlug viele Menschen schwer - an einem Checkpoint wurde ein junger Mann schrecklich zugerichtet und dann rief ein Soldat meinen ältesten Sohn, er solle zu ihm kommen. Seit dem Tag kann mein Sohn seinen Urin nicht mehr halten. Yasser berichtet: " Ich war im Libanon, als ich erfuhr, dass der Krieg ausgebrochen war. Ich liess alles stehen und liegen und ging über die Grenze.. Ich wollte bei meiner Familie sein, versuchen, sie in den Libanon zu bringen. Als ich bei meinem Heimatdorf ankam, durfte ich es nicht betreten. Ich war an einem Bahnhof und sah viele Menschen, aber niemand wusste etwas von meiner Familie. Ich fragte und fragte, niemand wusste etwas. Viele Dinge passierten, viel Zeit verging, bis ich sie fand. Wir gingen zusammen auf dem Weg über die Berge in den Libanon. Es war schwer , diesen Raum zu finden (die Familie wohnt da seit 2012) Am Anfang gab es kein Licht, kein Wasser, keinen Strom. Tageslicht kam durch ein winziges Fenster....Einen ganzen monat haben wir auf dem Boden geschlafen , ohne Matrazen und ohne Decken. Yasser konnte bei seiner Arbeitsstelle weiterarbeiten und konnte Matrazen kaufen, Decken, einen Ofen usw., aber die Familie konnte sich keine andere Unterkunft leisten, mit mittlerweile 7 Kindern.. Yasser bekam Holz und anderes Material von einer NGO, um die Garage besser wetterfest zu machen. Die Kinder konnten bis zum Lockdown die Schule besuchen. Da sie kein Wifi haben, konnten sie danach am Online-Unterricht nicht teilnehmen. Zusätzlich zu den bettnässenden Kindern haben 2 Kinder epileptische Anfälle. . Der Garagenraum ist feucht, daher sind alle oft erkältet. Kharma leidet an Nervenschmerzen im Gesicht und in den Armen. Vor 3 Jahren hatte Yasser einen Unfall, er fiel von einem Baugerüst. Seither ist er arbeitsunfähig, er hat sichtbare Behinderungen beim Gehen. Beide Eltern und die Kinder brauchen viele Medikamente - sie sparen beim Essen ein, um sich die Medikamente leisten zu können. Die Familie bekommt ein bischen Geld vom UNHCR, das reicht gerade, um Miete und Strom zu bezahlen.- Der älteste Sohn ist schwer traumatisiert, er ist der einzigste, der in einer Traumatherapie ist. Er kann nicht arbeiten. Die einzige Tochter ist diejenige , die das einzige Einkommen nach Hause bringt - sie hilft in einer Apotheke. Wir haben diese Familie öfter besucht - bei allem, was ihnen widerfahren ist, ist sie eine beeindruckende Familie. Es ist viel Wärme bei allen aus der Familie zu spüren, obwohl sie keine Zukunftsperspektive haben, als von einem Tag auf den anderen von der Hand in den Mund zu leben. Wir konnten der Familie durch Spendengelder mit Lebensmitteln und Medikamenten helfen sowei während einer Regenperiode mit Folie und wasserabweisender Farbe , um das Dach abzudichten. Amani und Wael besuchen die Familie weiterhin regelmässig, um die Kinder schulisch zu unterstützen, damit sie im lockdown nicht allen Schulstoff vergessen und bringen Spiele mit, um mit der ganzen Familie zu spielen sowie Malutensilien für die Kleinen. Beide Eltern haben kaum Schulbildung, brauchen daher Unterstützung bei Behördenangelegenheiten. Es wird versucht, für Yasser einen Minikredit lzu bekommen, damit er einen Kiosk pachten kann., denn er kann sitztende Tätigkeit verrichten. Er möchte unbedingt finanziell unabhängig sein vom UNHCR und seiner Tochter ermöglichen, aus der Rolle der Versorgerin der Familie rauszukommen.More → -
Solidarität
Uschi Overhage · 04.05.2021Die Familienbetreuung, die Amani und Wael im Beekatal bei Flüchtlingsfamilien leisten, ist nun dort in der Gegend schon ein wenig bekannt geworden und immer öfter bieten Lebensmittelladenbesitzer Obst und Gemüse zum Verteilen an. So etwas wie die "Tafeln" in Deutschland gibt es im Libanon nicht und viele der bedürftigen Familien trauen sich nicht, in den Läden nach Resten zu fragen, weil sie schlechte Erfahrungen mit Ablehnung durch Libanesen erlebt haben. Umso mehr freut es uns, dass immer öfter abends Obst und Gemüse vom Tag angeboten oder sogar bei den beiden vorbeigebracht wird, das dann verteilt werden kann. Auch Kleidung ist schon für das Verteilen vorbeigebracht worden. Die 5 Frauen, die Nähmaschinen bekommen haben, haben zumindest durch Flickarbeiten, die sie als Aufträge bekommen, ein kleines Einkommen. Für das Schneidern neuer Kleidung hat im Moment niemand Geld, aber auch die Kleinigkeiten ergeben ein kleines Einkommen und das Selbstbewusstsein wächst. Eine neunköpfige Familie, die in einer kleinen Garage haust, hat die Coronaerkrankung, die alle befallen hatte, relativ gut überstanden, obwohl 3 der Kinderan Asthma leiden. Die Familie war die ganze Krankheitsphase in Isolation und Amani und Wael haben Lebensmittel hingebracht, Malbücher und Stifte und Spiele für die Kinder und Lernmaterial für alle, denn auch die Eltern, die als Analphabeten aus Syrien kamen, möchten lernen. Ein junger Mann hat durch das "Greenhouse-Projekt" das Gewächshäuser nah der Zeltcamps für die Geflüchteten errichtet, einen kleinen Job bekommen, indem er als Fahrer Material organisiert. Die Lebenssituation ist durch die extremen Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln - bis zu 400 Prozent - extrem angespannt: - eigentlich alle Flüchtlinge leben am Existenzminimum, und diejenigen, die nicht in Camps leben, sondern über das Tal verteilt, kommen fast alle in die Situation, alles verkaufen zu müssen, was sie an Grundmöbiliar haben, viellen bleiben nur Matraze und Decke und 2 Garnituren Kleidung. Es wird allgemein befurchtet, dass die Regierung am Ende vom Ramadan nochmals die Preise erhöht. Die bevorstehenden wahlen in Syrien werden von den Medien als Chance dargestellt, gefahrlos nach Syrien zurückkehren zu können (zum Beidpiel im Zusammenhang mit der von Assad verkündeten Amnestie), aber das bleibt für die Geflüchteten eine Illusion, denn das alte Regime wird, wenn es an der Spitze bleibt, und das ist wahrscheinlich, eventuellen Wiederkehrern keine sichere und ungefährdete Existenz bieten wollenMore → -
Hilfe bei Corona und im Ramadan
Uschi Overhage · 26.04.2021Erkrankt in einer der betreuten Familien einer oder mehrere an Corona, kann nicht viel mehr gemacht werden, als mit Aspirin zu helfen. und mit Lebensmitteln Asprirn ist im Moment im Libanon aber kaum zu kriegen und wenn, dann zu horrenden Preisen. Es mag zweierlei Gründe haben....zum einen leidet der Import von vielen Dingen immer noch an der Zerstörung des Hafens im August letzten Jahres (ausserdem wurden etliche Lagerhallten, in denen u.a. Medikamente lagerten , zerstört), zum anderen hat der Staat keine Finanzmittel mehr, um Importe zu bezahlen. Der Libanon geht dem Bankrott entgegen. Wo die Erwachsenen alle krank sind und zu schwach zum kochen, werden mehr gehaltvolle Lebensmittel in die Lebensmittelpakete gepackt, zum Beispiel Dosenfisch, Eier, Dosenfleisch, Milchpulver. Im Moment ist Ramadan, das heisst, es wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet. Das Essen zum Sonnenuntergang ist sehr wichtig, es ist die Mahlzeit des Fastenbrechens. Viele Familien haben kein Geld, um diese Mahllzeit gehaltvoll zu gestalten. Daher werden 2-3mal in der Woche fertige Mahlzeiten, die ein junger Palästinenser, der als koch ausgebildet ist, zubereitet, an besonders bedürftige Familien verteilt. Dieses Projekt hat Bahnen gezogen, sodass Geschäftsleute Obst oder Süssigkeiten für die Kinder dazugetan haben - grosse Freude bei den Kindern.More → -
Aktuelle Situation der Arbeit
Uschi Overhage · 15.04.2021Von Mitte Februar, als das Projekt "Haddak" startete , bis nun, Mitte April, konnten insgesamt 36 syrische und palästinensische Familien mit monatlichen Essenspaketen, Medikamenten, Windeln, Heizmaterial und sonstigen Notwendigkeiten versorgt werden. Wir sind in den letzten Wochen auch dazu übergegangen, für einige besonders von existentieller Not bedrohten Familien ausstehende Miete direkt bei den Vermietern zu begleichen. Ausserdem konnten, wie ja schon berichtet, Nähmaschinen und Kochöfen angeschafft werden für alleinerziehende Frauen, die sich eine eigene Einkommensquelle schaffen möchten. Was für viele Familien das Wichtigste zu sein scheint, ist die Präsenz der beiden Helfer , die nicht nur mit einem Zettel in der Hand die Bedürfnisse notieren, sondern die in den Familien präsent sind, sich mit Schriftstücken befassen (wichtig, da vor allem viele Frauen kaum Schulbildung haben), den Kindern helfen, ihre Schulkenntnisse nicht zu vergessen, da durch dauernde Lockdowns die Schule schon seit November grösstenteils ausfällt.....usw. also etwas machen, was man in Deutschland "Familienhilfe" nennt, was aber im Libanon, wo es keine staatliche Sozialarbeit gibt, völlig unbekannt ist. Besonders für die ausserhalb der Zeltcamps isoliert lebenden Familien ist es eine ausserordentliche Erleichterung, denn bislang war ihr Lebensgefühl, dass sie sich volllkommen vergessen fühlen vom Rest der Welt. Amani und Wael berichten von rührenden Freudebekundungen vonseiten der Familien, wenn denen klar wird, dass die beiden auch wiederkommen und jederzeit telefonisch erreichbar sind für Notfälle. Für eine alleinerziehende Mutter mit 5 Kindern konnte auch schon eine "Patin" gefunden werden. Diese Frau, die mit 14 Jahren in Syrien verheiratet wurde und nie zur Schule gehen durfte, hat das Ziel, allen ihren 5 Kindern eine gute Schulbildung zu ermögllichen und versucht, mit ihnen zusammen lesen und schreiben zu lernen. Die finanzielle Zuwendung der Patenschaft dient dazu, Schulmaterial zu finanzieren sowie den Transport mit dem Schulbus.More → -
Beispiele: So hilft Ihre Unterstützung!
Uschi Overhage · 10.04.2021Haddak unterstützt bedürftige Familien, z.B. mit Lebensmittelpaketen und Gesundheitsversorgung. Ein Lebensmittelpaket für eine Familie mit 6 Familienmitgliedern kostet etwa 20 Dollar und enthält: 2 kg Zucker, 2 kg Reis, 3 Liter Öl, 1 kg Linsen, 1 kg Bulgur, 1 kg Bohnen, 1,5 kg Tomatenpüree, 2 kg Nudeln, 1 kg Salz, 2 Packungen Weichkäse, 100 Teebeutel, 2 Dosen Humus, 2 Dosen Fava-Bohnen, 2 Dosen Sardinen, 2 Dosen Fleisch, Zwiebeln, Kartoffeln. Wenn die Preise günstig sind, kann noch etwas Obst für die Kinder gekauft werden und etwas Gemüse. Monatliche Kosten für Medikamente, z.B. bei einer Krebserkrankung: 20 bis 25 Dollar Kosten für Windeln (eine Packung mit 30 Stück), etwa 3-5 Dollar. Viele Familien müssen daher Plastikstücke anstatt Windeln benutzen... Stoffwindeln sind wegen fehlender Wasch- und Trockenmöglichkeiten nicht handhabbar. Windeln für Erwachsene mit Handicap, die inkontinent sind, kosten das Doppelte. Kosten für einen Rollstuhl: 150 Dollar Kosten für eine Brille: 20 bis 40 Dollar. Kosten für Babymilchpulver (900gr): 3-5 Dollar. Zur Einordnung: Die Unterstützung vom UNHCR pro Familie beträgt etwa 30 bis 60 Dollar im Monat, Einkommen eines Tagelöhners etwa: 80 Dollar im MonatMore →
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