Liebe Community,
ich bitte um finanzielle Unterstützung für meine schwer erkrankte beste Freundin Astrid und für mich selbst.
Astrid leidet unter einem sehr komplizierten Nieren- und Blasenstein, der in bisher keinem der besuchten Krankenhäuser erfolgreich behandelt werden konnte. Ihr Zustand ist so schlecht, dass sie seit rund acht Wochen bettlägerig ist:
Astrid war Anfang Oktober im Krankenhaus und wurde dort nach dem dritten Antibiotikum einfach wieder entlassen – weiterhin schwer krank, mit Fieber und unverändertem Stein.
Ich unterstütze Astrid bei allen Tätigkeiten, die sie im Moment nicht allein bewältigen kann, begleite sie durch den Tag, kümmere mich um Mahlzeiten, Medikamente und die komplette Haushaltsführung. Sie ist durch das Fieber, die Schmerzen und die Erschöpfung so geschwächt, dass ohne Hilfe nichts mehr möglich ist.
Mein Name ist Jesse Krauß, ich bin freiberuflicher Illustrator und Grafiker aus dem Ruhrgebiet – viele kennen meine Arbeiten aus Wimmelbildern und Wimmelbüchern mit Ruhrgebietsthemen oder illustrierten Adventskalendern.
Astrid und ich sind seit vielen Jahren eng befreundet – wir sind kein Paar, aber im Moment bin ich der einzige Mensch, der sie im Alltag auffängt. Anfang des Jahres habe ich meinen Lebensmittelpunkt in ihre Wohnung verlegt, nachdem klar war, dass sie mit den lebensgefährlichen Blutdruckspitzen, die nur im Stehen auftraten, nicht mehr alleine sein konnte. Bereits vor dieser Krise brauchte sie also bereits meine Hilfe.
Was das für mich bedeutet: Ich habe keinerlei Freizeit mehr, keine freie Minute für mich, keine Entlastung.
Denn:
Wir sind komplett auf uns allein gestellt. Dazu später mehr.
Astrids Vorgeschichte – monatelang krank und hohe Zusatzkosten
Schon vor der jetzigen Nieren-/Blasenstein-Krise war Astrid schwer krank:
Von Dezember bis Juni war sie vollständig bettlägerig, weil sie im Stehen einen lebensgefährlich hohen Blutdruck hatte. Erst mit extrem teuren, selbst bezahlten Spezial-Supplementen konnte sie ihren Blutdruck wieder stabilisieren.
Seit Anfang Oktober hat sich ihr Gesamtzustand erneut drastisch verschlechtert. Trotz verschiedener Behandlungsversuche hat sie weiterhin täglich hohes Fieber, ist körperlich völlig erschöpft.
In den letzten Monaten musste Astrid für Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, ärztliche Behandlungen und zahlreiche Fahrten einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich selbst aufbringen.
Da ich, Jesse, keinen Führerschein und kein Auto habe, mussten alle Wege zu Ärzten und Krankenhäusern organisiert und bezahlt werden – auch das kostet.
„Das kann man doch operieren“ – bei Astrid nicht so einfach
Viele sagen: „Nierenstein? Blasenstein? Ausgussstein? Das kann man doch operieren.“
Bei Astrid ist das leider nicht so.
Sie hat:
Sie verträgt viele Standardmedikamente nicht. Drei stationäre Aufenthalte und mehrere Notaufnahmen haben in den letzten Monaten bisher keine sichere Behandlungsstrategie ergeben, zumal man ihr in zwei Krankenhäusern einfach die gesunde! Niere herausnehmen wollte!
Astrid ist nun in einem vierten Krankenhaus stationär aufgenommen worden, und wir hoffen, dass man sich dort endlich ihrer speziellen Situation annimmt. Ob und wann es zu einer Operation kommen kann, ist völlig offen.
Krankenkasse: DAK – kein Pflegegrad, keine Hilfe
Astrid ist seit ihrer Geburt bei der DAK-Gesundheit versichert und hat über viele Jahre so gut wie keine Leistungen in Anspruch genommen. Jetzt, wo sie schwer krank, bettlägerig und täglich fiebernd ist, passiert Folgendes:
Ergebnis: kein Pflegegrad, keine Pflegeleistungen, keine Entlastung, keine finanzielle Unterstützung – obwohl Astrid ohne Hilfe keinen Tag mehr allein schaffen würde.
Wir werden nun Klage gegen diese Entscheidung veranlassen – aber das Verfahren wird sich voraussichtlich über Monate hinziehen.
Bank: Volksbank Ruhr-Mitte und Ombudsmann
Auch ihre Hausbank, die Volksbank Ruhr-Mitte eG, ließ Astrid in dieser Situation allein.
Die Bank wusste von ihrer schweren Erkrankung, den extremen Gesundheitskosten und der Tatsache, dass sie seit über 20 Jahren eine sehr gute Kundin mit einwandfreier Bonität ist – trotzdem wurde ihr eine kleine, kurzfristige Überbrückung verweigert.
Astrid wandte sich an den Ombudsmann der genossenschaftlichen Bankengruppe (BVR) in Berlin. Das Verfahren endete mit einem Schlichtungsvorschlag, der im Kern die Position der Bank bestätigt.
Faktisch heißt das: Auch von dieser Seite ist keine Hilfe zu erwarten.
Weggebrochene Unterstützung – Partner und Vater
Zusätzlich wurde Astrid auch privat im Stich gelassen:
Ein familiäres Netz, das auffängt, gibt es nicht.
Wir haben selbst viel gegeben – und stehen jetzt ohne Netz da
Wir haben immer gearbeitet.
Wir haben über Jahre gemeinsam mit anderen ein Stadtmagazin herausgegeben, waren im Kulturbereich aktiv und haben in all diesen Jahren selbst viele Menschen unterstützt.
Jetzt, wo wir selbst in Not sind, zeigt sich: Wir haben keine Rücklagen mehr und – wie sich erst in der Notsituation herausgestellt hat – auch kein tragfähiges Hilfenetzwerk, sprich niemand will uns helfen.
Zwischenzeitlich haben wir kurzzeitig Hilfe über Kirche und Nachbarschaft bekommen, doch auch diese brach plötzlich weg:
Eine der helfenden Personen wurde mit einem Gehirntumor diagnostiziert, eine andere erhielt ihren Abschiebebescheid.
Am Ende stehen wir wieder allein da.
Die Situation ist zermürbend und geht an die Substanz.
Meine Situation als pflegende Person
Ich versuche weiterzuarbeiten, aber realistisch schaffe ich es nur noch in kleinen, zerstückelten Zeitfenstern.
Wenn ich an einem Auftrag sitze, weiß ich nie, wie lange ich konzentriert arbeiten kann. Je nach Tagesform braucht Astrid Unterstützung in vielen Bereichen des Tagesablaufs – mein Tag besteht aus ständigen kurzen Wegen zwischen Schreibtisch und ihrem Bett.
Zusammenhängende Arbeitszeit gibt es kaum noch.
Meine Betätigung als Schauspieler musste ich komplett an den Nagel hängen, ich habe keine echten Pausen, keinen einzigen Tag für mich und niemanden, der mich ablöst.
Ich bin längst nicht mehr „an einer Grenze“ – ich bin darüber hinaus.
Finanzen – warum wir jetzt dringend Hilfe brauchen
Astrid ist seit 2011 selbständig, arbeitet seit 2023 als Online-Deutschlehrerin und gefragte Lektorin im Bereich Kultur, Architektur, Reisen und Biographien.
Bis zuletzt hat sie NONSTOP weitergearbeitet – weit über ihre Belastungsgrenze hinaus und trotz täglichen Fiebers. Noch in dieser Woche hat sie unterrichtet, obwohl sie vor Schmerzen kaum noch sprechen konnte.
Jetzt geht es nicht mehr: Sie musste alle Termine absagen.
Ab Dezember bricht ihr laufendes Einkommen faktisch weg, weil realistischerweise nicht davon auszugehen ist, dass Eltern Unterricht im Voraus bezahlen, der derzeit nicht stattfinden kann und wegen eines vielleicht bevorstehenden Klinikaufenthalts auch in nächster Zeit nicht stattfinden wird.
Beim Lektorat fällt zusätzlich ihr wichtigster Auftraggeber weg:
Nach einer Operation ist der Auftraggeber selbst zum Pflegefall geworden – hier sind auf absehbare Zeit keine neuen Aufträge mehr zu erwarten. Das bedeutet einen erheblichen Wegfall eines wichtigen Standbeins.
Klar ist: Astrid hatte ein stabiles Einkommen und hat damit alle Kosten vollständig selbst getragen – knapp 10.000 Euro Gesundheitskosten allein in diesem Jahr.
Durch die lange Krankheit und den jetzigen kompletten Ausfall bricht dieses Fundament nun von einem Monat auf den anderen weg.
Ein Wechsel in ALG II / Bürgergeld würde die Lage nicht lösen:
Die speziellen Präparate und Medikamente, die Astrid braucht, weil sie viele Standardmittel nicht verträgt, würden daraus nicht bezahlt werden können.
Gleichzeitig:
Unsere Existenz ist akut bedroht.
Es gibt keinen finanziellen oder körperlichen Puffer mehr.
Wofür wir eure Unterstützung brauchen
Mit eurer Hilfe möchten wir:
Wir können es nicht mehr allein schaffen.
Die Lage ist ernst, und jeder Euro hilft.
Von Herzen
Jesse Krauß