Heute endlich

Judith Heilmann Erfurt, Germany
25.04.2020
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kann ich etwas zu neuen Bildergebnissen der MRT-Untersuchung berichten. Wir wollten eigentlich bereits nach der letzten Bestrahlung am 18.02. sofort wissen, wie gut und ob der Tumor überhaupt auf die ganzen Therapien reagiert, durch die Friedrich seit dem Tag der Diagnose geht, aber die Ärzte wollten warten, weil die Nachwirkung noch ein paar Wochen andauert. Das Gewebe, das vorher durch dieses bildgebende Verfahren so weiß aufgeleuchtete, ist deutlich zurückgegangen, das verbleibende schimmert nun eher blass. Was dies genau bedeutet, konnte uns der Arzt nicht mit völliger Sicherheit sagen, bis auf die Bedeutung der zwei sehr hellen Punkte, die definitiv noch vitales Gewebe von hässlichen Tumorzellen sind. Friedrich hat nach dem Absetzen des teuflischen Dexamethason wieder abgenommen und wir sehen alle, wie glücklich und lebendig er wieder ist. Es gibt nun diese Momente, wo alles ist wie früher und die Kinder gemeinsam auf dem Trampolin hüpfen und anderen Blödsinn treiben, den 10-jährige Jungen eben tun. Friedrich ging bis zum Corona-Shutdown auch wieder für einige Stunden am Tag zur Schule, und er liebt seine Schule, die unseren Bedürfnissen so weit entgegenkam, wie es nur irgendwie ging. Alle dort haben ihn mit so großem Herz empfangen und ihm den Wiedereinstieg so liebevoll und angenehm leicht gestaltet. Da sind aber auch diese Phasen, die von blanker Erschöpfung geprägt sind, in welchen er so viel schläft und wir nicht wissen, ob es einfach der Regeneration und Erholung dient oder der Krebs gerade über ihn bestimmt. Nun bekommt er weiterhin wöchentlich seine Gabe des vielversprechenden Medikaments ONC201 und parallel dazu haben wir in Begleitung eines privaten Arztes eine biologische Krebstherapie begonnen, die die Regulation des Stoffkreislaufs des Körpers ganzheitlich ins Gleichgewicht bringen soll. Hoffnungsvoll und souverän nimmt Friedrich die vielen Pulver und Kapseln morgens, mittags und abends, weil er die Besserung spüren kann und kaum mit Nebenwirkungen kämpfen muss. Gegen Übelkeit hilft ihm sehr der Duft eines bestimmten Aromaöls. Wir sind in jedem Augenblick so erleichtert und dankbar, dass wir ihm diese Dinge mit der Hilfe jedes einzelnen Spenders einfach so ermöglichen können. Es ist Zeit, jeden Moment mit Wohlgefühl, Glück, Lachen und intensiven, lebendigen Erfahrungen zu füllen.

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