Liebe Unterstützer*innen, vielen Dank, dass Ihr den Widerstand von Michaela und Dietmar* gegen die nahenden Kohlebagger in den vergangenen Monaten mit Spenden unterstützt habt! Der Winter war für beide nicht leicht, denn der Kohlekonzern hat die Landschaft rund um ihr Wäldchen schon großflächig dem Erdboden gleich gemacht. Die Bagger rücken näher und sind nicht mehr zu übersehen. Der unverkäufliche Wald wird immer mehr zu einer grünen Insel in der Wüste. Das Oberbergamt hat derweil noch nicht über den Antrag der LEAG auf Enteignung entschieden. Wir wissen nicht, was dahinter steckt: Machen die eingereichten Stellungnahmen der Behörde die Entscheidung so schwer oder will sie absichtlich spät entscheiden, damit Gerichte nur noch unter Zeitdruck prüfen können? Wir bereiten uns weiter darauf vor, gegen die drohende Enteignung zu klagen. In dieser Situation werden die Pächter des Waldes, die Umweltgruppe Cottbus, ein Zeichen der Hoffnung setzen: Am 3. März wollen wir den nach diesem Winter feuchten Boden für den langfristigen Waldumbau nutzen. Wir werden unter Anleitung eines erfahrenen Fachmanns unter die alten Kiefern junge Laubbäume pflanzen. Und Ihr könnt gern dabei mithelfen! Treffpunkt: 3. März 2024, 9:30 Uhr, Bahnhof Schleife. Bitte meldet Euch vorher bei Reka unter [email protected] an. Bringt auf jeden Fall festes Schuhwerk und wetterfeste Arbeitskleidung mit, gerne auch einen Spaten, um den Rest kümmert sich die Umweltgruppe. Falls Ihr einen weiten Weg habt und schon am Vorabend in die Lausitz kommen möchtet, können wir ggf. Schlafplätze in Umwelt- und Hausprojekten vermitteln. Natürlich läuft die Spendensammlung für die Klage weiter und wir würden uns freuen, wenn Ihr Freund*innen und Bekannte darauf aufmerksam macht. Hoffnungsvolle Grüße aus der Lausitz senden Vroni und der LehrGut e.V. (* Um die beiden vor Anfeindungen zu schützen, haben wir die Namen geändert und mit ihnen gemeinsam beschlossen, Spenden für das Verfahren auf dem Konto des Lehrgut e.V. zu sammeln. Nachrichten von Euch leiten wir natürlich an die beiden weiter.)
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Marathon vor dem Bundesverfassungsgericht
Veronika Heimbrodt · 20.05.2026
Im Januar diesen Jahres wurde der Wald von Michaela und Dietmar für den Tagebau Nochten zerstört.Sie hatten mit Eurer Hilfe ein Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht führen können und haben nun eine Verfassungsbeschwerde gegen die Enteignung eingereicht.Die Hoffnung, dass das Verfassungsgericht vor der Zerstörung des Waldes entscheiden könnte, hat sich nicht erfüllt, auch weil das Eilverfahren am Oberverwaltungsgericht bis kurz vor dem Enteignungstermin hingezogen wurde.Michaela und Dietmar finden sich damit aber nicht ab, und führen ihre Gerichtsverfahren weiter, um eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zu erhalten. Dürfen denn wirklich durch Eingriffe in Grundrechte Vorhaben durchgesetzt werden, die ein Erreichen der verbindlichen Klimaziele unmöglich machen?Das gerichtlich zu klären, braucht nun einen langen Atem und voraussichtlich auch mehr Geld als ursprünglich eingeplant war. Wir führen die Spendensammlung deshalb weiter und haben das Spendenziel etwas erhöhen müssen.liebe Grüße aus der Lausitz sendet der Lehrgut e.V.
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Spendenziel erreicht, Gericht prüft immer noch...
Veronika Heimbrodt · 28.10.2025
Liebe Freundinnen und Freunde,vor fast einem Jahr konnten Michaela und Dietmar mit Eurer Hilfe eine Klage gegen die Enteignung ihres Waldes für den Kohletagebau einreichen. Im Februar folgte dann der Eilantrag. Bis heute hat das Oberverwaltungsgericht Bautzen nicht über die Rechtmäßigkeit der Enteignung entschieden. Das kann aber jederzeit passieren, denn die Positionen der Streitparteien sind ausführlich ausgetauscht und der geplante Enteignungszeitpunkt am 1. Januar rückt immer näher.Zwischenzeitlich wurde eine andere Klage gegen unzureichenden Klimaschutz vom Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung angenommen und der Sachverständigenrat für Umwelt von diesem um Stellungnahme gebeten. Die öffentlich gemachte Stellungnahme stützt auch Michaelas und Dietmars Argumentation, dass Enteignungen für Braunkohleverstromung nicht mehr im Sinne des Allgemeinwohls sein können. Ob das OVG diese Stellungnahme in seiner Entscheidung ignorieren kann? Neben dem Klimaschutz wirft das Verfahren auch andere Fragen auf. Ein*e Spender*in formulierte es so: „Danke, dass Euer Wald den Abstand zu unseren Dörfern verteidigt. Niemand weiß, ob die Grubenkante später mal rutscht wie am Cottbuser See!“Inzwischen konnte auch nachgewiesen werden, dass der Tagebau in der Realität langsamer vorankommt, als noch im Grundabtretungsantrag von 2021 angenommen. Der Kohleabsatz ist trotz zwischenzeitlicher Gaskrise rapide gesunken, über den Sommer schaltete die LEAG zwei Kraftwerksblöcke komplett ab, weil sich ihr Betrieb nicht mehr rechnete. Bei Erhalt des Waldes und mehr Abstand der Grube zu den Dörfern würden also offensichtlich nirgends „die Lichter ausgehen“.Fest steht: Ihr habt die Klage ermöglicht und vor wenigen Tagen wurde nun auch das offizielle Spendenziel vollständig erreicht. Ich möchte Euch deshalb im Namen von Michaela und Dietmar ganz herzlich danken!Wir beenden deshalb hiermit das crowdfunding-Projekt und bitten Euch, Euch über die Umweltgruppe Cottbus und ihre Seite kein-tagebau.de weiter über die Entwicklung des Verfahrens zu informieren. Die Umweltgruppe hat in diesem Sommer großartige Kulturveranstaltungen auf der bedrohten Waldlichtung durchgeführt und wird das im nächsten Jahr wieder tun, falls die Gerichte unseren Wald retten. Ihr seid jetzt schon eingeladen!Danke und liebe Grüße,Vroni und der LehrGut e.V.
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10.070 € of 15.000 € collected
67 %
Bernhard donated 340 €
Karl-Heinz donated 100 €
Thomas donated 100 €
Bernd donated 30 €
Julius donated 10 €
Britta donated 310 €
Hannes donated 500 €
Dr. Christian donated 75 €
Ulrike donated 30 €
Martin donated 30 €