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Neues......
Uschi Overhage · 09.12.2021Mein Aufenthalt im Beekatal geht dem Ende entgegen, ein paar Tage in Beirut werden sich noch anschliessen (ehrlich gesagt, um noch ein bischen Sonne zu tanken..... Was noch geschafft werden konnte: Eine Zusammenarbeit schaffen mit einer britischen NGO, die ein grosses Lagerhaus in der Nähe von London hat und regelmässig Bekleidung in einem Schiffscontainer in den Libanon schickt.....Wir konnten vereinbaren, ein kleines Eckchen des Containers beim nächsten Transport zu "mieten". Die britische NGO wird dafür in unserem Namen Rollstüehle sammeln und Inkontinenzmaterial für Erwachsene - teils sammeln und teils kaufen - und mit dem Container verschiffen. Wir konnten für etwa 20 sehr in Not lebende Familien die Versorgung mit Heizmaterial für die Zeit bis Ende Februar sichern, indem wir eine grosse Menge kaufen konnten bei einem Grosshändler und mit ihm eine Vereinbarung schliessen konnten - gegen ein bischen cash freilich......-dass er eine Liste führt für die Gratis-_Abgabe an diese Familien. Sie bekommen eine festgelegte Menge und können diese nach und nach mit Kanistern holen. Nur bei 2 Schwestern, die beide im Rollstuhl sitzen, haben wir die Menge bereits "gelagert". Wir haben mit dem sogenannten "freeshop", einem Gratis-Bekleidungs-Laden (von einer kleinen NGO mit Sitz in Berlin betrieben) ein kleines Abkommen, indem wir den Bedarf bei besuchten Familien an Winterkleidung (vor allem für die Kinder ) dokumentierten und diese Familien nun "Abnahmecoupons" für die benötigte Kleidung bekommen haben. Mehrere Menschen, die verschreibungspflichtige Medikamente benötigen, die ich aus Deutschland mitbringen konnte, können diese nun gratis bei einer uns bekannten Apotheke abholen......(wir wollten diese nicht einfach verteilen, weil eine Überwachung von Nebenwirkungen usw. sein muss.....) Alles so kleines "Schritt für Schritt...." , aber wegen der Schwierigkeiten, ein Fahrzeug zu finden und Benzin kaufen zu können, was alles zeitaufwendig........ Soweit erstmal die Neuigkeiten......More → -
Ein paar Preise
Uschi Overhage · 01.12.2021Ich liste hier mal ein paar Preise auf, damit man sich vorstellen kann, wie wenig man fürs Einkommen kaufen kann........ wie schon einmal geschrieben, das aktuelle Einkommen des Familienvaters meiner Gastfamilie beträgt: 1.000.000 libanesische Pfund, das sind nach der aktuellen Dollarrate etwa 40 Dollar., Relativ erschwinglich sind Brot (eine Tüte mit 7 flachen Fladen): etwa .0,40 Cent.....(die Dollarcent) Nudeln: 1 kg 0,50 Cent 30 Eier etwa 3,20 Dollar 1kg Reis ca 1 Dollar......also man könnte vom Gehalt 40 kg Reis kaufen...... 1kg Zucker etwa 0,80 Cent 100 Teebeutel 1,80 Dollar 1kg Huehnerfleisch 2,30 Dollar eine Flasche Haar/Duschshampoo 1,80 Dollar Dann muss aber noch Strom, Gas Fürs Kochen und Benzin fürs Heizen bezahlt werden. Es darf also auf keinen Fall jemand krank werden und teure Medizin brauchen......More → -
Heute hier in den Medien
Uschi Overhage · 29.11.2021Eine bekannte, regierungsunabhängige Journalistin berichtete heute über die Internet-Medien hier: "Die Situation hier: Hunger ist an vielen Orten im Libanon schon gegenwärtig: Lehrer berichten, dass viele Schueler hungrig in den Unterricht kommen! Es starb bereits ein Schüler in Tripoli , weil er viele Tage nichts hat essen können Heute ist ein Generalstreik im Beekatal: Fast alle Strassen sind blockiert, fast alle Unternehmen und Geschäfte haben zu. Die Proteste richten sich sich gegen den enormen kursverfall, die verfahrene wirtschaftliche Situation (der Libanon ist extrem verschuldet und zahlungsunfähig) und vor allem gegen die menschenunwürdig - schlechte medizinische Versorgung: Gesundsein und -werden nur noch für Reiche." Dieser Text sagt alles, aber ob ein Generalstreik reicht ist die Frage.......je schwieriger die wirtschaftliche Lage wird, desto schwieriger wird die Lage der syrischen Flüchtlinge, denn deren Ablehnung hier im Land wird immer stärkerMore → -
ein paar Zahlen
Uschi Overhage · 25.11.2021Ein paar Zahlen, um das schwierige Überlegen hier im Beekatal zu demonstrieren! Es wird nun abends recht kalt : 5-6 Grad kalt. Das heisst, Heizen ist nicht nur Komfort, sondern für Familien, die kleine Kinder haben, alte Familienmitglieder oder solche mit Handicap, die zum Beispiel im Rollstuhl sitze, ist es notwendig. Die meisten Familien haben kleine Öfchen in einem Raum, die mit Benzin beheizt werden. Es gibt auch kleine Holzöfen, aber Brennholz ist in dieser entwaldeten Gegend fast nicht zu bekommen. Momentan betragen die Kosten für 20 Liter Benzin zum Heizen etwa 13 Dollar - 350.000 libanesische Pfund - Preistendenz steigend. 20 Liter reichen 7 Tage, wenn nur abends geheizt wird, wenn aber im Januar Schnee fällt wie im letzten Jahr und man die meiste Zeit des Tages heizt, reicht es für 3-4 Tage. Das Einkommen meiner Gastfamilie beträgt 1.000.000 l.p. Also kann sich jeder ausrechnen, dass entweder Essen oder Heizbenzin finanziert werden können...... Ein anderes Beispiel: eine syrsiche Familie, die vom UNHCR unterstützt wird, die wir jedoch auch noch unterstützen, weil 4 der 7 Kinder an Erkrankungen leiden und schwer traumatisiert sind durch Gewalt und Verwundungen während der Flucht, erhält vom UNHCR insgesamt 2.700.000 l.p. Um die 5 schulpflichtigen Kinder jedoch zur Schule schicken zu können (die Familie wohnt weitab der Schule , Fussweg ist nicht möglich....... müssten 2.000.000 l.p. bezahlt werden, denn die Transportpreise stiegen seit dem letzten Jahr um das 10fache, von 1.000l.p.pro Fahrt auf 10.000 l.p. pro Fahrt. Also können die 3 jüngsten nicht zur Schule gehen........(Amani unterrichtet sie zuhause) Eine junge Frau, die in einem Krankenhaus als Reinigungs- und Wäschereihilfe arbeitet (eine junge Libanesin) verdient 900.000 l.p. Ein Medikament, das sie jedoch nach einer Brusttomurerkrankung braucht, kostet 1.300.000l.p. Es bahnen sich katastrophale Zustände an in diesem Winkel des Landes.More → -
Beekatal - November 21
Uschi Overhage · 15.11.2021Ich bin nun seit einer Woche im Beekatal, wohne bei einer sehr netten palästinensischen Familie, die jedoch kein Wort Englisch spricht....also ist Verständigung mit Gestik und Mimik gefragt....... Das ist eine der Familien, denen es früher relativ gut ging. Sie lebt schon in der 3. Generation im Libanon, immer noch staaten - und rechtlos, aber ist bislang gut zurechtgekommen. Bis die ökonomische Krise anfing, den Libanon zu schütteln, konnte er auf dem Bau arbeiten und dort mit Überstunden relativ gut verdienen, entsprechend war der Lebensstandard recht hoch. Nun arbeitet er bei der Metallgewinnung beim Abfall und verdient 60 Dollar im Monat. Ich habe letzten Mittwoch den Lebensmitteleinkauf für uns 6 Personen übernommen und war über die Preise schockiert. Zugegeben , ich habe ein paar "feine Sachen" gekauft wie Erdnusscreme und Instant-Kakaopulver sowie Waschpulver, Zahncreme usw sowie etliches an Obst und Gemüse, aber der Einkauf hat 35 Dollar gekostet......Damit wurde mir klar, dass es einfach unmöglich ist, mit dem jetzigen Einkommen auszukommen bei den extremen Preiserhöhungen seit letztem Jahr. Die Lebensmittelkosten sind teils um 400 % gestiegen, die Transportkosten mit dem kleinen Bus zum Beispiel von 1000 lp auf 10.000lp gestiegen, also um das 10-fache. Fleisch gibt es gar nicht mehr zu kaufen. Man erlebt also bei Familien wie dieser, dass in den Wohnungen eigentlich alles vorhanden ist, aber das macht nicht satt. Im letzten Jahr haben viele Familien noch etwas an Möbeln oder kÜchengeräten verkaufen können, um vom dem Geld zu leben, aber nun ist das nicht mehr möglich, denn niemand hat mehr das Geld, um ein Möbelstück oder Elektrogerät zu kaufen. So gibt es denn 2 Mahlzeiten am Tag mit jeweils Reis und Linsen und ich stelle fest, dass Reis mit Grünzeug und etwas Tomate und Gurke lecker ist. Kartoffeln in allen Varianten............ Das Brillenprojekt zu planen stellt sich als schwieriger raus als erwartet, denn es gibt kaum Autos zu mieten und Bezin ist, wenn überhaupt erhältlich, für hiesige Verhältnisse unerschwinglich (Ldie Preise für Mietautos auch für meine Verhältnisse: 25 Dollar pro Tag). Wir sind dabei, nun die Route zu planen, wo wir die Sehtests anbieten werden und die Brillen"produktion". In der Zwischenzeit besuche ich Familien, die von "Haddak" betreut werden. Das immer gleiche Schreckgespenst ist der kommende Winter! Heizstoff wird unerschwinglich sein. Es gibt in vielen Haushalten kleine Öfchen, die mit Benzin gespeist werden, aber wenn man so ein Öfchen den ganzen Tag betreiben will, kostet das pro Tag etwa 1 Dollar. Viele Kinder müssen deshalb auch zusehen, dass sie zum Einkommen und zur Ernährungslage beitragen, zum Beispiel indem sie auf abgeernteten Feldern nachsammeln oder sonstwie aushelfen : auf dem Markt oder in Lä den. Aber die Jobs sind rar......und selbst die Männer finden oft nicht jeden Tag was zu tun. Allgemein ist die Stimmung, so wie ich es hörte, so , dass keiner die Hoffnung hat, dass Proteste was bringen. Die korrupte Regierungsclique sitzt fest im Sattel, die Hilbollah ist gut finanziert durch Gelder vom Iran ( das macht die Hisbollah natürlich für die arbeitslosen Schiiten interessant), Die schiitische Hisbollah ist auf der Seite des syrischen Regimes und lehnt die syrischen Flüchtlinge als "Abtrünnige" ab, die iranischen Hilfsgüter kommen ebenfalls nicht den syrischen Geflüchteten zugute und die arabischen "Bruderstaaten" halten sich raus. Internationale Hilfsorganisationen gibt es nicht viele. Die Armut hier ist nicht so offensichtlich wie meinethalben im Jemen oder auf Madagaskar, wo ebenfalls Hungersnöte herrschen. Aber es wird bedrohlich und irgendwann rutscht der Libanon in eine Katastrophe.More → -
Ein weiteres Interview
Uschi Overhage · 28.10.2021Eine Mutter und ihre 27jährige Tochter wurden von Amani und Wael besucht, nachdem diese erfahren hatten, dass die beiden in einer schwierigen Situation leben. Sie sind gerne bereit, sich interviewen zu lassen.... Die Mutter: ich komme aus Syrien. Vor vielen Jahren wurde ich verheiratet - ich hatte ein ganz gutes Leben mit meinem Mann, wir haben 2 Töchter. Dann starb mein Mann - er starb schon vor 23 Jahren.(die Frau begann zu weinen und konnte nicht berichten, wie er starb ) Ich war alleine und hatte die Verantwortung für 2 Mädchen und es war Krieg - so flohen wir ins Beekatal, weil ich hier Verwandte habe. Ich habe dann gleich angefangen , als Reinemachfrau zu arbeiten, in einer Schule. Dann wurde ich krank, ich musste notoperiert werden . ( es war wohl eine Art Magendurchbruch...) Seitdem werde ich nicht mehr richtig gesund und kann kaum noch arbeiten. Eine meiner Töchter ist verheiratet, die andere lebt bei mir und arbeitet in einem Pflanzenladen, wann immer sie da gebraucht wird. Aber es ist unregelmässig. Ich hlefe der Vermieterin, die eine alte Frau ist, beim Saubermachen ihrer Wohnung und dafür müssen wir weniger Miete zahlen. So versuchen wir, unser Leben zu meistern. Frage:" Was ist mit den Verwandten, können die unterstützen?" Die Mutter: " Einer meiner Brüder, die vor dem Miliätar geflohen sind, konnte mich vor der Wirtschaftskrise unterstützen, weil er als Lastkraftwagenfahrer arbeiten konnte. Aber sein Arbeitgeber musste den Betrieb schliessen und nun hat er nichts mehr. Frage: Nehmen sie Medikamente? Die Mutter: "Ja, und ich muss eigentlich auch wieder zum Arzt gehen, weil ich dicke schmerzende Beine habe. Als ich letztes Mal in der Klinik war- als ich operiert wurde, wurde mir schon gesagt, man müsse ein Scannerbild von meinen Beinen machen, aber ich konnte es nicht mehr bezahlen. Es wird 100 Dolar kosten, also werde ich es nie mehr bezahlen können. Wir können sogar Strom nicht bezahlen und ich möchte vor dem Winter Gasflaschen kaufen. Letztes Jahr kostete eine Flasche 12.000 libnesische Pfund, nun 200.000 Lp ich frage mich, was aus uns Menschen im Winter werden soll. Frage: "Werden sie von irgendeiner NGO unterstützt? Die Mutter: " Nur zu Ramadan und zu Eid bekamen wir Lebensmittel gespendet, ansonsten sind wir auf uns alleine gestellt. Ich bekomme kein Geld vom UNHCR, weil die wohl immer noch denken, dass ich einen gut verdienenden Bruder haben, obwohl sie wissen, dass es nicht stimmt. In diesem Land zu leben, wird von Tag zu Tag schlimmer, wir können nicht hierbleiben und können nicht woanders leben.More → -
Vorbereitungen
Uschi Overhage · 16.10.2021Eine ganze Menge an Dingen, die ich in 3 Wochen mitnehmen will, liegen schon in der Tenne, werden registriert und gewogen. 40 Kg Gepäck und 8 kg Handgepäck...... Da liegen nun schon die 500 Brillengestelle und 1200 Brillengläser vom "one-Dollar-Brillen-Projekt", eine grosse Tüte Stützstrümpfe und Thrombosestrumpfhosen, ein halbes Dutzend Hörgeräte und zig Hörgerätebatterien, Handglenk- und Kniebandagen, Malstifte und viele Luftballons für die Kinder (vor allem die Luftballons, aus denen man Tiere formen kann.....) Kalzium-Magnesium und Multivitaminbrausetabletten alle möglichen rezeptfreien Salben und Cremes wie Zinksalbe für wunde Pos, Arnikasalbe, Betaisadona. viele rezeptfreie Medikamente wie Paracetamol, Kohletabletten und vor allem ASS-rationpharm. Das wird bei den Coronasymptomen genommen, um Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern. Ausserdem liegen da schon wasserdichte Matrazenüberzüge für einige Familien und Inkontinenmaterial für Erwachsene..... Gestern kamen dann die rezeptpflichtigen Medikamente hinzu. Oft werden diese in den dringendsten Fällen bei Arztbesuchen aufgeschrieben - aber entweder gibt es die nicht mehr in den Apotheken (es gibt kaum noch was im Beekatal) oder sie sind nicht bezahlbar. Etliche Antibiotika, Medikamente gegen Herzschwäche, gegen hohen Blutdruck, bei Nierenproblemen, bei Trombhose, zur Behandlung von Krebspatienten. Alleine diese Medikamente für über 900 Euro. Nun muss alles, rezeptfreies und rezeptpflichtiges, sogar die Brausetabletten registriert werden und diese Liste muss nächste Woche zur libanesischen Botschaft geschickt werden, die das wiederrum zum Gesundheitsministerium schickt. Es soll sichergestellt werden, dass ich nicht mit den Brillen und Medikamten, vor allem den teuren rezeptpflichtigen, einen schwunghaften Handel betreibe. Für Wael und Amani wird noch der Erwerb einer Solar-Powerbank wichtig, damit sie auch bei tagelangem Stromausfall mit Laptop und Handy arbeitsfähig sind. Es wird spannend, wie sich die Situation im Land entwickelt, vor allem für mich, wie es sich mit dem fehlenden Benzin und den dauernden Stromausfällen auswirkt, die im Beekatal nicht nur stundenweise, sondern auch tageweise sind....... So viel für heute über die Vorbereitungen. Es ist toll,, durch die Spendengelder soviele Medikamente kaufen zu könnenMore → -
Ein Frauenschicksal
Uschi Overhage · 05.10.2021Eine syrische Frau lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen im Alter von 1^2 und 17 Jahren in einem Rohbau, nackter Zementboden und nur mit Plastikplane zugeklebte Fenster. Ahmani und Wael kennen den Wohnort jedoch nur von der Beschreibung der Frau - sie trafen die Frau an ihrem Arbeitsplatz, denn sie fürchtet die Reaktion ihres Mannes, wenn er erfährt, dass sie mit Fremden über ihr Leben spricht. Die Wohn-und Familienverhältnisse werden jedoch von befreundeten Nachbarn bestätigt. Hier ist ihre Geschichte: "Meine Söhne sind 12 und 17 Jahre alt.. Unser Leben in Syrien war gut: mein Mann arbeitete im Autoverkauf, wir hatten ein eigenes Haus. Es gab immer mal Probleme zwischen meinem Mann und mir, aber wir haben sie bewältigen können. Als der Krieg begann, wurden wir bombadiert und beschlossen zu fliehen, weil wir kein Dach mehr über dem Kopf hatten und der Autoverkauf zerstört war. Wir kamen in den Libanon und mein Mann veränderte sich völlig! Er verkraftete nicht, alles verloren zu haben, unser Leben war auf den Kopf gestellt: früher waren wir reich, jetzt sind wir mittellos, das veränderte ihn zu einer völlig anderen Person. Er schlägt mich täglich - manchmal so hart, dass ich hinfalle und das Bewusstsein verliere (sie zeigt Amani die blauen Flecken am ganzen Körper) Unsere Nachbarn fragen, ob der Drogen nimmt, weil er zu allen so aggressiv ist. Aber ich glaube, er hat ein psychisches Problem. Vor 4 Jahren wollte er sich scheiden lassen und nach dem islamischen Ritus sind wir nun geschieden. Aber er bleibt , wo wir wohnen, schlägt mich weiter und erniedrigt mich. Frage: " Warum lebst Du noch mit ihm zusammen?" Antwort: " Weil ich keinen anderen Platz habe, wo ich hingehen kann! Meine Söhne haben Sehprobleme, sie können ohne Brillen kaum sehen! Wenn ich dieses Haus verlasse, wo soll ich hin mit meinen Söhnen (die gehen wegen der Sehprobleme nicht zur Schule ). Frage: " Hast Du irgendeine NGO gefragt, ob sie Dir helfen können?" Antwort: "Nein, ich kenne keine, ich wüsste nicht, wen ich fragen kann, wo ich jemanden finde, den ich fragen kann...... Ich habe ein Schilddrüsenproblem und müsste alle 3 Monate zum Test, aber ich habe kein Geld dafür. Frage:" Wie kannst Du Essen und Miete bezahlen? Antwort: " Mein ältester Sohn, er ist 17 Jahre alt, nimmt seinem Vater Geld weg und gibt es mir, damit und dem Geld, dass ich hier im Laden verdiene (sie macht dort sauber ) versuchen die Kinder und ich über die Runde zu kommen. Frage : " Wie steht es mit der Arbeit?" Antwort: "Ich habe kein gutes Gefühl, die Söhne, gerade den jüngeren, alleine mit ihrem Vater zuhause zu lassen und wenn er wüsste , dass ich arbeite, würde er mich zwingen, ihm das Geld zu geben. So gehe ich zum Saubermachen, wenn ich weiss, dass er auch nicht im Haus ist, weil er angeblich Jobs sucht. Ich würde gerne mit meinen Söhnen ein eigenes Heim suchen, aber es ist teuer und eine Frau ohne Mann hat es sehr schwer! Frage:" Könntest Du mit Deine Problemen zu Verwandten gehen?" Antwort: " Meine Eltern starben vor einigen Jahren Ich habe hier keine Verwandten. Ichbin völlig alleine .Mein Mann hat wirklich ein psychisches Problem. Er bringt nie Essen mit ausser Brot. Manchmal findet er eine Arbeit als Fahrer, dann kommt er sehr wütend von seiner Arbeit und schreit : Frage mich nicht nach Essen oder Geld! Frage: "Wie alt ist er ?" Antwort: " Er ist 51 Jahre alt. Ich weiss nicht, was ich tun kann, ich habe keinen anderen Platz auf Erden und das Leben mit ihm ist schrecklich!" Aktuell kann der Frau nicht weiter geholfen werden als mit Lebensmittelpaketen und dem Bezahlen der notwendigen medizinischen Tests und der Medikamente. Aber der Kontakt zu ihr besteht und sobald es eine andere Wohnmöglichkeit gäbe, werden wir sie beim Anmieten und dem Beziehen einer neuen Möglichkeit unterstützen.More →
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